Full text : Die Kommunalbesteuerung in Italien

47

II.  Die  tatsächliche  Gestaltung  der  Zuschlagsbesteuerung
in  Zeit  und  Raum  (Statistik).
1.  Die  Erträge  der  Gemeinde-  und  Provinzialzuschläge
von  1871  bis  1912  bzw.  1913.  Prokopf  betrage.
Aus  den  Zahlenreihen  der  Tabelle  auf  S.  48  ergibt  sich  ein  fast  ununterbrochenes ­
  Anschwellen  der  Erträge  der  Zuschläge.  Die  Gemeindezuschläge ­
  sind  von  1871  bis  1912  von  78,5  auf  194,4  Mill.  L.,  d.  h.
wie  100  zu  248,  und  die  Provinzialzuschläge  von  48,9  auf  120,8  Mill.  L.
oder  wie  100  zu  247  gestiegen.  Die  Erträge  der  Gemeinde-  und  der
Provinzialzuschläge  haben  sich  hiernach  in  fast  gleichem  Verhältnis
in  jenem  41jährigen  Zeitraum  vermehrt:  die  lokale  Grund-  und  Gebäudesteuerlast ­
  ist  nahezu  auf  das  2  */ 2  fache  angewachsen.
Relativ  am  meisten  gestiegen  sind  die  Gebäudesteuerzuschläge.
Passen  wir  den  35  jährigen  Zeitraum  1877/1912  ins  Auge,  so  sind  die
Grundsteuerzuschläge  der  Gemeinden  in  dieser  Zeit  von  71,6  auf
117  Mill.  oder  wie  100  zu  163,  die  Gebäudesteuerzuschläge  dagegen
von  30,6  auf  77,4  Mill.  L.  oder  wie  100  zu  253  gestiegen.  Analog
ist  die  Gestaltung  bezüglich  der  Provinzialzuschläge.  Die  Provinzialgrundsteuerzuschläge ­
  sind  in  jener  Periode  angewachsen  von  45,5  auf
66.9  Mill.  oder  wie  100  zu  147,  die  Gebäudesteuerzuschläge  hingegen
von  19,1  auf  53,9  Mill.  L.,  d.  h.  wie  100  zu  282.  Die  gesamte  lokale
Grundsteuerlast  hat  sich  hiernach  in  diesen  35  Jahren  von  117,1  auf
183.9  Mill.  L.  erhöht,  d.  h.  wie  100  auf  157,  die  Gebäudesteuerlast
aber  von  49,7  auf  131,3  Mill.  L.  oder  wie  100  auf  264.
An  der  ziffernmäßigen  Gestaltung  der  Steuererträge  mißt  sich
die  Wirkung  der  Gesetzgebung.  Die  Entwicklung  der  letzteren  bietet
den  Schlüssel  für  das  volle  Verständnis  der  Entwicklung  der  Zuschlägeerträge. ­

Was  die  Bewegung  der  Erträgnisse  der  Gemeindezuschläge  anlangt, ­
  so  lassen  sich  verschiedene  Phasen  unterscheiden:  von  1871  bis
1886  sind  sie,  in  ihrer  Gesamtheit  betrachtet,  ununterbrochen  gestiegen ­
  (von  78,5  auf  119,4  Mill.  L.),  in  der  folgenden  Periode  1886/89
dagegen  um  1  bis  2  Mill.  zurückgegangen;  von  1889  ab  nimmt  die
Entwicklung  —  und  zwar  in  raschem,  ununterbrochenem  Tempo  —
wieder  den  Kurs  nach  oben.  Der  auffallende  Rückgang  der  Einnahmen ­
  von  1886  bis  1889  ist  in  der  Hauptsache  eine  Wirkung  des
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.