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gehung eines Arbeitsverhältnisses und der sich daraus
ergebenden Verpflichtungen ermächtigt ist.
Die Diskussion befaßte sich sodann noch mit der Frage
einer Verbindung der Fabrikspareinrichtungen mit der
Volksversicherung. In diesem Punkte waren die Mei
nungen geteilt. Zugunsten der Verwendung eines Teiles
der Sparbeiträge für die Volksversicherung wurde an
geführt, daß es im Interesse des Arbeiters liege, möglichst
frühzeitig eine Versicherung einzugehen; auch wurde
darauf hingewiesen, daß gerade während der Militärzeit
das Sparguthaben zur Leistung der Versicherungsbeiträge
mitherangezogen werden könne.
Mit besonderem Nachdrucke wurde hervorgehoben, daß
die Sparbeträge während der Militärzeit zum Teile dafür
verwandt werden sollten, den Sparern regelmäßig ein
Taschengeld zuzuwenden, daß es ferner von besonderer
Bedeutung sei, daß die Sparer in die Lage versetzt würden,
bei der Verheiratung die notwendigen Pinrichtungsgegen
stände bar zu bezahlen, um den ungünstigen Bedingungen
bei Abzahlungskäufen zu entgehen.
Eingehend wurde sodann über die Spareinrichtungen
für erwachsene Arbeiter verhandelt. Einen Spezialbericht
erstattete zunächst Herr Volle, Leiter der Fabriksparkasse
der Firma Fried. Krupp A.-G. in Essen. Die Eirma
K rupp hat mit ihrer, der Initiative des Herrn Friedrich
Alfred Krupp zu verdankenden Sparkasse ganz aus
gezeichnete Prfahrungen gemacht. Die Erfolge sind vor
allem auf folgende Tatsachen zurückzuführen. Es ist für
strengste Geheimhaltung der Spartätigkeit auch gegen
über den leitenden Fabrikbeamten und vor allem den
Werkmeistern Sorge getragen. Die gesparten Beträge
werden auf der verdeckten Seite der Schließklappe der
Lohndiite vermerkt. Außer einer Verzinsung von 5 Prozent,
die durch l 1 /* Prozent Zuschuß der Firma erreicht wird,
werden Prämien in Höhe von 1 Prozent der gesamten
Sparguthaben (1912: 78 500 M.) verlost. Es wird ständig,
u. a. in der Fabrikzeitung, durch Flugblätter, ferner auf
der Lohndüte Propaganda für das Sparen gemacht. End-
,lich ist es auch dem Leiter gelungen, das Vertrauen der
Arbeiter und vor allem auch der Arbeiterfrauen zu er
werben, die ihn auch in sonstigen wirtschaftlichen An
gelegenheiten zu Kate ziehen, sich gern belehren lassen,
falls sie einmal zu große Abhebungen machen wollen usw.