während welcher Zeit die Bevölkerung von 1 595 668 im Zahre
1834 sich aus 1 706 276 im Zahre 1840 vermehrte; es ergibt das
auf den Kopf 1 Taler 1 Sgr. 1,3 pfg., also reichlich 12 3gr.
mehr, als zur gleichen Zeit in Preußen auf den Kopf entfiel. Viel
fach hörte man deshalb in Preußen die Klage, der großmütige
König ließe sich von seinen Zollfreunden „auspumpen", eine Ansicht,
die mit dem Landadel auch der junge Otto von Bismarck teilte.
Auf diese Dinge nahm eine Denkschrift der preußischen
Regierung Bezug, die den zur Beratung über den Fortbestand des
Zollvereins sich rüstenden Regierungen am 22. Dezember 1839
mitgeteilt wurde. Preußen verlangte zum Ausgleich des Miß
verhältnisses einen anderen Maßstab für die Verteilung des
Meinzolls, da der ausländische Mein fast ausschließlich in Preußen
verzehrt werde, und desgleichen für die Verteilung der Branntwein
steuer ; auch die junge Rübenzuckerindustrie hielt der neue Finanz-
minister von Alvensleben, hinter dem jedoch der General-Steuer
direktor Kühlmeyer stand, der Besteuerung schon für fähig. Dieser
Denkschrift folgte im März 1840 eine zweite. Beide erregten all
gemeines Befremden; obwohl man sich in den leitenden Kreisen
der Ansicht nicht verschloß, daß Preußen tatsächlich Opfer bringe,
—- was übrigens im großen Publikum trotz der genauen statistischen
Nachweise gar nicht einmal geglaubt wurde — hielt man doch
prinzipiell, und das mit Recht, eine einseitige Bevorzugung
Preußens für untunlich und. gefährlich; denn was Preußen recht
war, war schließlich mututis mulunäis auch für die einzelnen
anderen Mitglieder billig. Ts lag die Gefahr vor, daß, wenn
Preußen auf feinem Standpunkte einseitig beharrte, die Auflösung
des Zollvereins unvermeidlich sei.
Zum Glück ergab sich mittlerweile ein günstigerer Abschluß
des Jahres 1838, als die Denkschriften zur Voraussetzung gehabt
hatten, und auch weiterhin war Besserung zu erwarten. Geh.-Rat
Kühne, der noch die Tradition der Maaßen-Motzschen Schule fest
hielt, verfaßte eine ermutigende Schrift über die Erträge und Er
folge des Zollvereins, die er dem Kronprinzen überreichte und dieser,
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