Full text : Der deutsche Zollverein

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suche  (Österreichs,  den  verein  zur  Auflösung  zu  bringen,  scheiterten.
Dafür  bemühte  es  sich  von  nun  an,  Mitglied  zu  werden  oder
wenigstens  den  verein  zur  Bundessache  zu  machen:  in  beiden
Fällen  würde  ihm  dann  die  Leitung  zugefallen  sein.  Die  weitere
Darstellung  wird  kurz  zeigen,  daß  dieses  Bemühen  vergeblich  war.
Denn  infolge  seines  bisherigen  Systems  hatte  Österreich  alle
Kräfte  der  Nation  in  schmählichster  Weise  niedergehalten  und  seine
Industrie  stak  im  Verhältnis  zu  der  deutschen  noch  in  den  Kinderschuhen, ­
  hätte  also  dem  verein  ein  Prohibitiv-System  aufdrängen
müssen,  vor  dein  sogar  List  und  Genossen  gegraut  hätte.  Zudem
waren  (Österreichs  Finanzen,  natürlich  auch  eine  Folge  seiner  wirtschaftlichen ­
  Rückständigkeit  und  der  inneren  wie  äußeren  Verwickelungen, ­
  dermaßen,  herunter,  daß  der  Staatsbankrott  dauernd  vor
der  Türe  stand.  Nur  eine  Sjaatskunst,  die  durch  nichts  als  durch
Paß  gegen  Preußen  geleitet  wurde,  konnte  auf  den  Eintritt  (Österreichs ­
  hinarbeiten.  Dieses  traurige  Bestreben  ging  vor  allem  von
dem  Leiter  der  sächsischen  Politik,  dem  perrn  von  Beust  aus.
Zur  Neuordnung  der  deutschen  Verhältnisse  d.  h.  zur  völligen
Aurücksührung  aus  den  alten  Standpunkt  trat  in  der  Zeit  vom
23.  Dezember  1850  bis  15.  Mai  1851  in  Dresden  eine  Ministerkonferenz
  zusammen,  der  der  neue  Ministerpräsident  von  (Österreich,
Fürst  Felix  Schwarzenberg  präsidierte:  der  Sturm  des  Zahres
1848  hatte  Metternich  mit  anderen  gleichwertigen  Existenzen  hinweggefegt. ­
  Freilich  besser  für  (Österreichs  innere  Entwickelung
wurde  es  mit  diesem  Wechsel  auch  nicht,  denn  auch  Schwarzenberg ­
  war  ein  Feind  des  konstitutionellen  Systems,  ohne  jedoch
dem  Lande  eine  ausgleichende  Gegenleistung  bieten  zu  können.
Nach  außen  hin  befolgte  er  das  Prinzip,  das  ihm  gelegentlich ­
  der  Warschauer  und  Glmützer  Verhandlungen  in
den  Mund  gelegt  wird:  „II  saut  d’aboid  avilir  la  Prusse  et
apres  Tan  eantir.  Bei  dem  Dresdener  Kongresse  nun  hatte
Fürst  Schwarzenberg  schon  versucht,  mit  dem  preußischen  Ministerpräsidenten ­
  von  Manteuffel  über  (Österreichs  Zutritt  zum  Zollverein ­
  anzuknüpfen,  aber  dieser  hatte  es  in  geschickter  Weise
            
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