Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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von Bremen, da Oldenburg nun einlenkte, zunächst nach der alten 
Konstellation schwer verdacht wurde, zumal für damalige Zeiten 
sehr grofse Summen hineingesteckt werden mufsten. 1 ) Man ver 
suchte es wegen der europäischen Fahrt statt der Kanalpläne 
nachher mit der Korrektion, über die ich schon vorhin gesprochen 
habe. An kleineren Plänen ist in Bremen zur Ableitung des Hoch 
wassers, das jetzt die Franziussche Unterweserkorrektion abführt 3 ), 
eine Umleitung um die Stadt projektiert worden, ein radikales 
Projekt sah sogar die Umleitung der ganzen Weser in freiem Strom 
im Zuge der Neustadts-Stadtgräben vor, und benutzte den alten 
Weserlauf innerhalb der Stadt als durch Schleusen geschlossene 
Dockhäfen. Das heute bestehende Projekt eines Kanals durch das 
Neuenlanderfeld, der zugleich Fabriken- und Lagerhafen für den 
oberländischen Verkehr sein soll, hat also einen Vorgänger. 2 ) 
Bremischen Jahrbuch, I. Bd., S. 39; v. Baden, II. Abt., 1839, S. 358; 
J. H. Gildemeister, Aus dem Leben des Dr. Georg Gröning, Brem. Jahr 
buch, V. Bd., 1870, S. 240; W. v. Sippen, Gesch. der Stadt Bremen, III. Bd., 
S. 300; u. a. 
J ) Der erste sog. alte Hafen in Bremerhaven hat ca. 3 Millionen Mark 
gekostet. Bis 1905 winden von Bremen auf die Neubauten von Häfen in 
Bremerhaven rund 50 Millionen Mark verwandt, der generelle Kostenanschlag 
vom 14. Juni 1904 (zuzüglich der Beschlüsse der Bürgerschaft vom 2. Mai 1906 
und 28. Aug. 1907) für die nach dem Vertrage mit Preufsen vom 21. Mai 1904 
in Angriff genommene Erweiterung beträgt 49 500 000 Mark, wovon bisher 
35 Millionen Mark bereit gestellt worden sind. (Bremen und seine Bauten, 
1900, S 756; Die bremischen Häfen, 1905, S. 14; Bremer Nachrichten, 20. Mai, 8, u. 
9. Okt. 1908; Lloydhdb. 1908 etc). Vgl. J H. W Smidt, Über die Anlage von 
Bremerhaven. Brem. Magazin, 1830—34, S. 349 ff.; derselbe, Statistische Notizen 
über Bremerhaven, Bremische Blätter, 1836, III. Heft; (Joh Smidt), Die fr Hanse 
stadt Bremen, Abschn. XXXVI aus A F. W. Crome, Geogr.-stat Darst. d. 
Staatskr. von d. s. z. d. Staatenbunde gehör. Ländern, IV. Teil, Leipzig 1828, 
S. 460 ff.; Bremer Courier 1870, Nr. 27. 
2 ) Gut'chten über die Mittel, die Stadt Bremen gegen die nachtheiligen 
Wirkungen der hohen Anschwellungen der Weser sicher zu stellen, Bremen 1836 
dazu den Anikel: Beiträge zur näheren Kenntnis der Wasser Verhältnisse auf der 
Flufsstrecke zwischen der Eiter- und Ochtummündung, in den Bremischen 
Blättern, 1836, IV. Heft, S. 3 ff.; s weiter B. Berg. Hochwasser der Weser 
Wumme, Lesum und Ochtum im Gebiet der freien Stadt, Bremen, Bremen 1867; 
Vorschlag zur Verbesserung des Strombettes und Regulierung des Fahrwassers 
der Weser innerhalb der Stadt, Bremen 1857 ; (Vergleiche auch die Chroniken); 
— Sammlung der Stadtbibliothek: Die Weser und ihre Nebengewässer im 
Bremischen Gebiete. Die Beschaffenheit des Terrains links der Weser hat 
auch früher schon Dmleitungspläne friedlicher und nichtfriedlicher Natur gezeitigt. 
Vgl die Akte: Des Herzogs Friedrich Ulrich zu Braunschweig-Wolfenbüttel inten- 
dirte Ableitung der Weser bey Dreye durch das Delmenhorstische der Stadt 
vorbey in die Hunte de 1622, im Bremer Staatsarchiv. Es liegt dabei das
	        
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