Full text : München als Industriestadt

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Daß  die  Firma  neben  Dampfturbinen  und  Dampfstraßenwalzen ­
  auch  Dampfschiffe  für  die  Fluß-  und  Binnenschiffahrt
baut,  haben  wir  anderorts  schon  erwähnt.
Wie  sehr  die  Firma  bestrebt  ist,  die  Frachten  an  Rohmaterial ­
  zu  verringern,  sehen  wir  daraus,  daß  im  Jahre  1911
von  den  15  000  Tonnen  Rohprodukte  und  Halbfabrikate  —
Roheisen,  Brucheisen,  Walzeisen,  Blöcke,  Eisenbleche  und  geschweißte ­
  Kesselteile,  Räder,  Achsen,  Bandagen,  Schmiedestücke, ­
  Federn,  Metalle,  Metallguß,  Kupferbleche  etc.  Eisenund
  Stahlguß,  Rohre,  Nieten,  Schrauben,  Maschinenteile  etc.
und  Holz  —  nur  148  Tonnen  aus  dem  Ausland  bezogen  wurden
und  zwar  411  aus  Österreich,  71  aus  Frankreich,  22  aus
Belgien  und  14  Tonnen  aus  Holland.
Die  wirtschaftliche  Bedeutung  des  Unternehmens  für  München ­
  ersehen  wir  auch  aus  der  Verteilung  des  Absatzes  der
gelieferten  Produkte.  Folgende  Angaben,  die  uns  auf  Anfrage ­
  mitgeteilt  wurden,  zeigen  die  Absatzverhältnisse  vom
Jahre  1911.  Es  entfallen  von  gelieferten  Lokomotiven  auf
Bayern  2210  Tonnen
Deutschland  420  „
Europäisches  Ausland  2978  „
Übersee  2566  „
von  Dampfkesseln,  Dampfmaschinen,
Dampfturbinen  und  Werkzeugmaschinen ­
  etc.  auf
Bayern  700  „
Deutschland  667  „
und  von  Eisenbahnwagen  nur  auf
Bayern  2379  „
Aus  diesen  Zahlen  mag  ein  Beweis  hervorgehen  dafür,
bis  zu  welcher  Blüte  es  eine  durch  die  Lage  in  keiner  Weise
begünstigte  Industrie  bei  Anspannung  aller  Kräfte  bringen
kann;  sie  geben  uns  ein  annäherndes  Bild  von  dem  Umfang
des  Schaffens  in  der  Fabrik.
Als  für  die  Entwicklung  charakteristisch  muß  das  Anwachsen ­
  der  Arbeiterzahlen  hier  Platz  finden.  Die  Durchschnittszahl ­
  der  beschäftigten  Arbeiter  betrug  im  Jahre  1896
863,  1906  1260,  1909  1949  und  zur  Zeit  unserer  Enquete  waren
            
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