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energisch verfolgendes Ganze bilden. Der Bund der chemi-
graphischen Anstalten Deutschlands, stellt vertragsgemäß nur
organisierte Arbeiter ein. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer ha
ben sich vertraglich verpflichtet, alle Interessen dieser Industrie
gemeinsam zu fördern. Strittige Fragen werden durch Tarif
ausschüsse der Ortsgruppen, das oberste Tarifamt und Schieds
gerichte entschieden. Ein gemeinsam organisierter Arbeits
nachweis regelt Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage. Arbeits
zeit und Arbeitslohn, Entlohnung der Überarbeitszeit, die
Aufkündigung, das Lehrlingswesen und die Arbeitsordnung sind
durch gemeinsame Tarifbestimmungen auf das genaueste ge
regelt. Sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sorgen für die
Einhaltung einer von den Arbeitgebern gemeinsam festgestell
ten und vereinbarten Preiskonvention. Das Hand in Hand
gehen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf Grund gegen
seitiger Verträge, die sogenannte Tarifgemeinschaft, hat sich
in München bisher auf das beste bewährt, und so wirkt die
durch die Erfindung der Autotypie ins Leben gerufene Industrie
auch $uf dem Gebiete des sozialen Fortschritts vorbildlich
und aneifernd. („Bayrisches Industrie- und Gewerbeblatt.“
1909). Von den vielen mittleren und Kleinbetrieben auf dem
Gebiete der Graphik wollen wir hier ganz absehen und nur
noch einen Großbetrieb anführen, dessen Leistungsfähigkeit
als Kunstinstitut auf den verschiedensten Gebieten der mo
dernen Reproduktionstechniken weltberühmt ist, die Graphi
schen Kunstanstalten Bruckmann A. G. Sie beschäf
tigen 125—150 Arbeiter, die ebenso den Bedingungen des all
gemeinen Tarifvertrages unterworfen sind wie alle auf diesem
Gebiete tätigen Personen überhaupt.
Der Gesamtabsatz verteilt sich in Prozenten berechnet
auf: München zu ca. 20, Deutsches Reich 60 und Ausland 20
pro Hundert des Gesamtumsatzes. Die Anstalt hat von jeher
dem Illustrationsdruck ihr besonderes Augenmerk zugewendet
und zwar nicht nur dem einfarbigen von Holzschnitten und
von Autotypien, sondern speziell dem Drei- und Vierfarben
druck, demjenigen Verfahren, dem vermöge seiner künst
lerischen Wirkung ebensosehr wie auch seiner Einfachheit und
relativen Billigkeit wegen neuerdings vielfach der Vorzug vor