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chener Brauerfamilie, welche im Besitz der später so berühmten
Spatenbrauerei in München war. Aber als nach Übertragung
und richtiger Anpassung des englischen Musters auf
das andersgeartete Münchener Braugewerbe die Fundamente
für den modernen Großbetrieb gelegt waren, da sind seinen
Anregungen und seiner Initiative noch viele Fortschritte zu
verdanken, die endgültig den Weltruf des Münchener Bieres
und der bayerischen Brauindustrie begründeten.
Letztere hat in ihrer glanzvollen Entwicklung aber eine
getreue Gehilfin in der Brauwissenschaft gefunden. Gerade
die frühzeitig wissenschaftliche Durchdringung des bayerischen
Gewerbes war es ja, die es zu einer hohen kulturellen Aufgabe
besonders befähigte und es geeignet machte die Lehrmeisterin
der ganzen kontinentalen Brauerei zu werden.
Die bayerische Regierung selbst war zu sehr an dem
Gedeihen dieses Industriezweiges interessiert, als daß sie nicht
Mittel und Wege suchte die Brauindustrie zu fördern und
zu unterstützen. Nicht unerwähnt soll es bleiben, daß sie
schon in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts mit Gelehrtenhilfe
Methoden ausarbeiten ließ, nach welchen das Bier
untersucht werden konnte. Die so entstandene hallymetrische
und die optische Bierprobe, welche die fast mittelalterliche,
unhaltbare Einrichtung der „Bierkieser“ beseitigten, mußten
bald der im Jahre 1844 erfundenen epochemachenden saccharometrischen
Bierprobe weichen, welche heute noch die maßgebende
ist. Heute besteht auch, da sich mit der aufstrebenden
Brauindustrie eine bedeutende Entwicklung des brautechnischen
Unterrichts naturgemäß ergab, in nächster Nähe Münchens
eine staatlich subventionierte Anstalt, die Brauereiakademie
Weihenstephan, welche mit der Schwesteranstalt in Nürnberg
zusammen mit großem Erfolge daran gearbeitet hat, das
auf dem platten Lande noch viel verbreitete kleine Braugewerbe
mit den Errungenschaften der neuesten Technik und Wissenschaft
im Brauereiwesen bekannt zu machen.
Diese Kleinbrauereien, die in ganz Bayern im Laufe der
Jahre stetig abgenommen haben, sind in München vollständig
eingegangen. Denn bei der heutigen Wirtschaftslage ist nur
noch der Kleinbrauer konkurrenzfähig, welcher neben seiner