Full text : Die oberschlesische Kohlen- u. Eisenindustrie

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Anlehnung  an  weitreichende  Handelsfirmen  der  Absatz  des  oberschlesischen ­
  Form-  und  Stabeisens  verhältnismäßig  geringe  Fortschritte ­
  gemacht  hat,  so  liegt  dies  hauptsächlich  an  dem  langsamen
Wachsen  des  Konsums  der  für  Oberschlesien  in  Betracht  kommenden ­
  Gebiete.  Während  die  westdeutsche  Eisenindustrie  im  unbestrittenen ­
  Besitz  der  dicht  bevölkerten  und  industriereichen  Märkte
des  Westens,  Südens  und  Mitteldeutschlands  ist,  sowie  die  bedeutender! ­
  Märkte  Norddeutschlands  auf  billigsten  Wassertransporten ­
  erreicht,  ist  Oberschlesien  allein  auf  den  agrarischen  Osten
angewiesen,  der  bei  seiner  geringen  Bevölkerungsdichte  und  Jndustriearmut
  naturgemäß  für  Eisenprodukte  nur  beschränkt  aufnahmefähig ­
  ist.  Zum  anderen  Teil  liegen  die  Schwierigkeiten
auf  dem  Gebiete  der  Verkehrsmittel,  indem  die  Oderschiffahrtsstraße ­
  dem  oberschlesischen  Eisenabsatz  bisher  so  wenig  nützen
konnte.
Da  das  oberschlesische  Eisenprodukt  mit  steigender  Verarbeitung ­
  an  Konkurrenzkraft  gegenüber  den  anderen  deutschen
Eisenfabrikaten  gewinnt,  so  ist  der  inländische  Absatzmarkt  der
oberschlesischen  Feineisenindustrie  erheblich  weiter  als  dev  des
Form-  und  Stabeisens.  Oberschlesische  Kessel,  guß-  und  schmiedeeiserne ­
  Röhren,  Draht-  Nägelfabrikate,  Konstruktionen,  Geräte
und  Maschinen  sowie  sämtliche  Spezialstahlsorten  dringen  sogar
in  das  natürliche  Absatzgebiet  der  westdeutschen  Eisenindustrien
ein.  „Es  wird  jetzt  kein  Kriegsschiff  mehr  gebaut,  zu  dem
die  oberschlesische  Eisenindustrie  nicht  die  wichtigsten  Bestandteile ­
  liefert".  Doch  ist  auch  dem  Absatz  dieser  Verfeinerungsund ­
  Spezialprodukte  der  bisher  allein  in  Frage  kommende  Eisenbahntransport ­
  stark  hinderlich  gewesen,  wie  auch  die  wirtschaftliche ­
  Struktur  des  natürlichen  oberschlesischen  Absatzgebietes,
des  Ostens,  eine  nur  schwache  Aufnahmefähigkeit  für  solche  Produkte ­
  besitzt.  Während  der  westdeutschen  Eisenindustrie  neben
dem  Jnlandsmarkt  der  Weltmarkt  zur  Verfügung  steht,  den  sie
auf  kürzestem  und  bestem  Wasserwege  mühelos  erreicht,  ist  Oberschlesien
  infolge  seiner  ungünstigen  geographischen  Lage  und  des
Mangels  an  einer  billigen  Wasserverbindung  mit  dem  Meere
von  dem  Überseeexport  in  der  Hauptsache  ausgeschlossen.  Lediglich ­
  nach  Österreich-Ungarn  und  Rußland  war  bisher  der
Export  des  oberschlesischen  Eisens  möglich.  Dieser  ist,  solange
            
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