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genutzter Ausfuhrlizenzen über die polnische Landesgrenze einstellte^).
Im übrigen hoffen die russischen Eisenindustriellen,
daß die Eisenerzausfuhr aus Rußland von selbst aufhören
werde, je mehr sie die Erzbergwerke in ihre Gewalt bekommen,
oder sie den Gruben durch Verbilligung des Produktionsprozesses
und Stärkung des Absatzes bessere Preise werden bewilligen
können. Ihre fortgesetzten Bemühungen, durch Zollmaßnahmen
den Erzexport weiter zu beschränken, sind bis heute
erfolglos geblieben^). Für den Fall, daß die Ausfuhr über die
polnische Grenze einmal völlig inhibiert werden sollte, bliebe
Oberschlesien immer noch die Wahl, die südrussischen Erze statt
auf dem Landwege über Sosnowice zur See über Stettin zu
beziehen, denn die Verhinderung auch dieses Exports' braucht
nicht befürchtet zu werden, da eine große Zahl der südrusfischen
Erzlager durch ihre entfernte Lage von den südrussischen Kohlenlagern
für die russische Eisenindustrie wertlos sind. Heute ist
der Bezug über Stettin zirka 2—3 Mark pro To. teurer als
über Sosnowice, doch würde dieser Betrag durch eine zweckmäßige
Organisation des Erztransportes auf der Ober-Klodnitzgroßschiffahrtsstraße
mehr als aufgeholt werden können.
Immerhin muß betont werden, daß der Bezug russischer
Eisenerze voraussichtlich keine sichere Grundlage für die Entwicklung
der oberschlesischen Eisenindustrie hinsichtlich der
quantitativen Ausweitung bieten kann.
Die österreichisch-ungarische Monarchie besitzt sowohl in
der österreichischen wie ungarischen Reichshälste erhebliche Eisenerzschätze,
die wie auch die Manganerze Bosniens für die oberschlesischen
Hochöfen von gleich großer Bedeutung sink?).
Das wichtigste österreichische Eisenerzvorkommen findet sich
in den Ostalpen. Es setzt sich von Reichenau in Böhmen über
Neuberg, Veitsch, Eisenerz nach Steiermark, über Flachau,
Dienten ins Salzkammergut und Pillersee nach Tirol fort.
Das Erz ist Spateisenstein von 38—42% Fe-Gehalt und außer
1) Hand.-Ber. ix Generalkonsulats St. Petersburg 1908,
Serie I, 332. Th. Sehmer, S. 106 ff., 128 ff.
2) „Schlesische Zeitung", No. 91, 6. Februar 1913, Handelsteil.
3) Eisenhüttenwesen, W. Noumeister S. 42 f. K. Spaltowski,
S. 22. Th. Sehmer, S. 173 f.