Full text : Die oberschlesische Kohlen- u. Eisenindustrie

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einem  2—3%  Mn-Geh  alt  von  Schwefel  und  Phosphor  ziemlich ­
  frei.  Man  schätzt  die  Nachhaltigkeit  dieses  Erzlagers  auf
zirka  200  Millionen  To.  ein.  Daneben  werden  verwitterte
Brauneisensteine  von  45—52%  Fe-Gehalt  zumeist  in  leichtem
Tagebau  gefördert.
In  Südsteiermark  werden  ebenfalls  Spat-,  Rot-  und
Brauneisenerze  gefunden,  die  aber  stark  verkieselt  und  schwieriger
abzubauen  sind.
Die  Eisenerze  Kärntens,  so  die  des  berühmten  Hüttenberger ­
  Erzberges,  der  „Haupteisenwurzen"  des  Landes,  sind
Braun-  und  Spateisensteine  von  außerordentlicher  Reinheit,
die  sie  zur  feinsten  Stahlproduktion  geeignet  macht,  Fhre  Nachhaltigkeit ­
  soll  jedoch  geringer  sein,  zirka  15  Mill.  To.
Im  Königreich  Böhmen  werden  bei  Kladno  und  Nucitz
teils  im  Tage,  teils  Tiefbau  Chamoisite  und  Brauneisensteine
von  44—49%  Fe-Gehalt  mit  2—3%  Phosphor  gewonnen.
Ferner  finden  sich  am  Südostabhang  der  Sudeten  in  Mähren
und  Österreichisch-Schlesien  zahlreiche  Lager  von  Rot-,  Braunund
  Magneteisenstein  von  44—49%  Fe-  und  2—3%  P-Gehalt,
  die  jedoch  meist  stark  kieselhaltig  sind  und  deshalb  im
großen  noch  nicht  gewonnen  werden.  Böhmens  Gesamteisenvorrat ­
  wird  auf  etwa  250  Mill.  To.  eingeschätzt.  Auch  in  der
Bukowina  sind  neuerdings  recht  bedeutende  Eisenerzlager  entdeckt ­
  worden,  die  für  Oberschlesten  bei  der  immerhin  günstigen
Lage  große  Bedeutung  erlangen  können,  sie  sind  bisher  aber
noch  zu  wenig  erforscht.
Der  Eisenerzvorrat  Österreichs  beträgt  somit  zirka  500  bis
600  Mill.  To.  in  nächster  Zukunft  sicher  förderbarer  Erze.
Das  Königreich  Ungarn  besitzt  zwei  Haupterzvorkommen:
1)  Das  nordwestliche  im  Gebirgszug  der  Hohen  Tatra,
das  sich  östlich  bis  nach  Galizien  und  südlich  bis  zum  Temes
hinzieht  und  heute  allein  von  Bedeutung  ist,
2)  das  südwestliche  im  Quellgebiet  der  Nebenflüsse  des  unteren ­
  Kulpa,  der  sich  in  die  Save  ergießt;  dieses  Vorkommen
ist  heute  noch  nicht  in  Förderung.
Von  dem  ersten  sind  die  Rot-  und  Spateisensteine  des
Bergbezirkes  Scepes-Jglo,  besonders  im  Komitat  Gömör  und
Scepes  die  wichtigsten.  Ferner  birgt  der  zirka  46  Kilometer
            
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