15
1895 1 )
1907
Selbständige
1 170 000 = 17,8%
1200 000 = 12,6%
Angestellte
50 000 = 0,8%
190 000 = 2,0%
Mithelfende Familienangehör.
1 160 000 = 17,7%
3 180 000 = 33,5%
Arbeiterinnen
2 880 000 = 43,8%
3 680 000 = 38,7%
Dienstboten
1 310 000 = 19,9%
1 250 000 = 13,2%
6 570 000 =100 %
9500000 =100 %
Die allgemeine Entwicklung, die dahingeht, die Zahl der Selb
ständigen zu verringern, hat auch die weiblichen Selbständigen stark
beschränkt. Auch die Zahl der als Dienstboten tätigen Frauen ist
beträchtlich zurückgegangen. Eine erhebliche Steigerung weisen die
mithelfenden Familienangehörigen, vornehmlich in der Landwirtschaft,
auf; doch ist schon öfters darauf hingewiesen worden, daß diese Er
scheinung nur auf einer veränderten Zählung beruht. Auch die Zahl
der als Angestellte tätigen Frauen hat sich stark erhöht.
Im Handel und Verkehr waren:
1895
1907
Selbständige
200 000 = 23,5%
250 000 = 19,7%
Angestellte
10 000 = 1,2%
80 000 = 6,3%
Familienangehörige
90 000 = 10,6%
230 000 = 18,1%
Arbeiterinnen
270 000 = 31,8%
370 000 = 29,1%
Dienstboten
280 000 = 32,7%
340 000 = 26,8%
850 000 =100 %
1 270 000 =100 %
Im Handel und Verkehr ist zwar die Zahl der Selbständigen im
Verhältnis zu der der Gesamtheschäftigten gesunken, aber entgegen
der sonst bemerkbaren Abnahme zeigt sich in den absoluten Ziffern
eine Zunahme. Im Handelsgewerbe liegt die Tätigkeit der Frau als
Selbständige vorzugsweise im Kleinhandel, und da läßt sich allerdings
ein Zugang von Frauen vermuten, denn dieser Zweig gewinnt natürlich
mit wachsender Bevölkerung an Ausdehnung. Sehr viele Frauen, die
auf Erwerb angewiesen sind, eröffnen einen kleinen Laden, um so
schlecht und recht ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Läden
sind meist für den Bedarf der unteren Bevölkerungsklassen zugeschnitten
und legen kein Zeugnis ah für die Unternehmungslust und den Wagemut,
sondern von dem Bestreben der Inhaberin, sich allein durch das Leben
zu helfen. Eine recht beträchtliche Steigerung zeigen die Ziffern für
die Angestellten; denn gerade im Handelsgewerbe hat sich der Frau als
*) Die Zahlen von 1882 sind wegen der seit der Zählung von 1895 genaueren
Erfassung der mithelfenden weiblichen Berufszugehörigen nicht mehr vergleichbar.