Full text : Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

besprochene  finanzielle  Belastung  der  Saline  erwies  sich  für  die  wirtschaftliche
Entwicklung  derselben  von  sehr  störender  Bedeutung.
An  etatsmäßigen  Beamten  waren  in  den  sechziger  Jahren  des  19.  Jahrhunderts ­
  auf  der  Saline  Hall  mit  Wilhelmsglück  folgende  Personen  tätig  *).  Ein
Salinenverwalter  mit  Staatsdienerrecht  und  einer  Besoldung,  die  den  Bezirksbeamten ­
  gleichkam.  Das  Jahresgehalt  von  1400  fl.  wurde  im  Etat  1864/7
auf  1500  fl.  festgesetzt.  Es  war  dies  eine  etatsmäßig  vorgesehene  Gehaltszulage;
Das  Grundgehalt  betrug  1400  fl.  Mit  diesem  Grundgehalt  hatte  auch  der  neue
Salinenverwalter  Braun  das  Amt  des  am  29.  November  1862  verstorbenen
Salinenverwalters  v.  d.  Osten  übernommen,  welch  letzterer  zuletzt  1700  fl.  Besoldung ­
  bezogen  hatte.  Daneben  war  dieser  Posten  mit  100  fl.  Kanzleikosten
dotiert.  An  zweiter  Stelle  stand  der  Salinen-Kassierer,  mit  Staatsdienerrecht,
im  Etat  1864/7  mit  1500  fl.  Besoldung  und  450  fl.  Kanzleikosten  vorgesehen.
Ferner  sah  der  Etat  einen  Salinenverwaltungsassistenten,  ohne  Staatsdienerrecht, ­
  für  Wilhelmsglück  mit  1000  fl.  Besoldung  und  100  fl.  Kanzleikosten  vor;
außerdem  einen  Buchhalter,  ohne  Staatsdienerrecht  mit  700  fl.  Besoldung.  Daneben ­
  war  noch  ein  Salzschreiber  mit  364  fl.  Besoldung  und  15  fl.  Kanzleikosten, ­
  sowie  ein  Platzmeister  mit  500  fl.  Besoldung  und  12  fl.  Kanzleikosten
tätig.  Zwei  Beamte  erhielten  noch  für  Uebernahme  der  Amtsbedienung  je  75  fl..
Besoldung.
Der  für  die  Saline  Hall  allein  tätige  Salinenverwaltungsassistent,  ohne
Staatsdienerrecht,  bezog  nach  dem  Etat  von  1864/7  eine  Besoldung  von  909  fl.
neben  50  fl.  Kanzleikosten.  In  dem  Hauptfinanzetat  von  1867/70  wurde  die
mit  150  fl.  besoldete  Amtsdienerstelle  auf  186  fl.  jährlich  erhöht  und  zwar  mit
Rücksicht  darauf,  daß  der  Amtsdiener  den  Botendienst  zwischen  der  Saline  und
dem  entfernt  liegenden  Bahnhof  besorgte 2 ).
In  demselben  Etat  wurde  auch  für  die  Reparatur  der  drei  Sudhäuser  ein
Betrag  von  20  000  fl.  ausgeworfen.  Die  baulichen  Veränderungen  sollten  an
den  Sudhäusern  nach  einander  ohne  erhebliche  Störung  des  Betriebes  vorgenommen ­
  werden.  An  Beamten  waren  nach  dem  Etat  von  1870/73  folgende
Personen  tätig:
Name.  Besoldung.
Salinenverwalter  Braun  1500  fl.
Salinenkassierer  Hahn  1018  „  45  kr.
Salinenverwaltungsassistent  Gebhardt  1000  „
„  Hochstetter  1000  „
Amtsdiener  186  „
Der  Posten  eines  Buchhalters,  mit  700  fl.  besoldet,  harrte  um  diese  Zeit
der  Besetzung.  Die  hier  im  Etat  bei  dem  Salinenkassierer  Hahn  um  481,15  fl.
geringer  erscheinende  Besoldung  ist  darauf  zurückzuführen,  daß  dieser  Betrag  seit
dem  1.  Januar  1868  von  der  Zollkasse  übernommen  wurde,  da  der  Salinenkassierer ­
  gleichzeitig  die  Geschäfte  eines  Salzstenerbeamten  mit  zu  übernehmen
hatte.  Ein  ähnliches  Verhältnis  lag  bei  dein  Salinenverwaltnngs-Assistenten
Hochstetter  vor,  von  dessen  Gehalt  100  fl.  von  der  Zollkasse  getragen  wurden,
da  er  seit  dem  1.  Januar  1868  auf  dem  Salzbergwerk  Wilhelmsglück  die  Geschäfte ­
  eines  Steuerbeamten  wahrnahm.
klm  das  Jahr  1870  arbeiteten  von  den  fünf  vorhandenen  Siedehäusern
1)  Verhandlungen  d.  württ.  Kammer  d.  Abg.,  Jahr  1865.  II.  Beil.-Bd.,  S.  716.
2)  Verhandlungen  d.  württ.  Kammer  d.  Abg.,  Jahr  1867.  II.  Beil.-Bd.,  S.  423.
            
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