Full text: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Steuerfreie Abtastung von Salz an Industrie und Gewerbe^». 
Art des Betriebes. 
Zahl der 
Betriebe. 
1905. 
Zahl der 
Betriebe. 
1906. 
dz 
dz 
Kupferhütte 
1 
173 164 
1 
160 254 
Sodafabrik 
1 
126 448 
1 
119 295 
Lithoponfabrik 
1 
86 851 
— 
— 
Zinkwerke 
Farbenfabriken 
Chemische Fabriken 
2 
4 
11 
19 901 
15 881 
10 844 
1 
4 
15 
11448 
23 456 
12 125 
Lederfabriken und Gerbereien 
340 
10 479 
270 
8 816 
Bierbrauereien 
189 
7 676 
200 . 
9 074 
Steingutfabriken und Töpfereien 
98 
7 255 
95 
27 842 
Häutehändler 
102 
6 637 
87 
5 650 
Seifenfabriken 
180 
6 869 
132 
7126 
Soda- und Glaubersalzfabrik 
1 
5 320 
1 
7 220 
Eisfabriken 
43 
8 006 
37 
2 834 
Schlachthäuser 
31 
2 443 
27 
2 103 
Baumwollspinnerei und Zwirnerei 
15 
1 606 
22 
1 748 
Straßenbahnen 
— 
— 
76 
2195 
Außerdem wurden -im Jahre 1906 rund 195 dz Badesalz abgegeben. 
In dem Verbrauch industriellen Salzes hat sich in Württemberg in den 
letzten drei Jahrzehnten eine ganz außerordentliche Steigerung vollzogen. In 
manchen Fällen, wie bei den Häutehändlern, Schlachthäusern, findet das Salz 
als Konservierungsmittel Verwendung. Bei den Straßenbahnen handelt es sich 
um Tausalz, welches im Winter die Schneemassen in den Straßen zur Er 
leichterung des Verkehrs aufzutauen hat. 
Abschließend darf gesagt werden, daß die seit vier Jahrzehnten währende 
Stetigkeit in der deutschen Salzsteuergesetzgebung einen bedeutsamen Anteil an 
der ruhigen, unerschütterten Entwicklung der deutschen Salzindustrie und auch 
der Württembergs besitzt. Es bleibt nur zu wünschen, daß auch in der Zukunft 
in diesen Verhältnissen keine Aenderung eintreten möge. 
6. Kapitel. 
Uerumltuug und Ertrüge der Kgl. rvürtt. Kutinen und 
KuKbergmerke. 
Für das wirtschaftliche Gedeihen eines industriellen Unternehmens geben in 
der Regel zwei Faktoren den hauptsächlichsten Ansschlag. Einmal der Stand 
der technischen Einrichtung und deren sachgemäße, ökonomische Handhabung und 
zweitens die kaufmännische Verwaltung ans der Basis höchst entwickelter wirt 
schaftlicher Grundsätze. In Staatsbetrieben pflegt man nun nach altem Her 
kommen sich hinsichtlich der Verwaltung in manchen Punkten gewisse Beschränkungen 
aufzulegen, die man in privatindustriellen Betrieben besonders nach der Seite 
des unbegrenzten freien Wettbewerbs nicht kennt. Gerade in Staatsbetrieben 
hat das Jnstruktionswesen eine weite Ausdehnung erfahren; ob zum Vorteil 
1) Statistisches Handbuch für das Königreich Württemberg, Jahrg. 1908/07, 
Seite 260.
	        
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