1. Die treibenden Kräfte.
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Ursache in dem allgemeineren Übergang von der Segelschifffahrt
zur Dampfschiffahrt, welche sich im Laufe der siebziger
und achtziger Jahre vollzog. Mit ihr war eine bedeutende Verkürzung
der Überfahrtszeit, sowie eine gewaltige Vergrößerung
der Schiffskörper verbunden, welche ihrerseits wieder ein Sinken
der Frachten zur Folge hatten. Leider war es mir nicht möglich,
die Frachtraten für Ölsaaten in den verschiedenen Jahren festzustellen,
man kann sich jedoch auch auf Grund der folgenden
Angaben über die Verbilligung der Frachtsätze von Kohlen,
Weizen, Reis und Stückgütern ein Bild von dieser Verminderung
machen, da sich die Frachtsätze für Ölsaaten wohl ungefähr
in derselben Weise verändert haben dürften. Es betrug
die Fracht pro Tonne zwischen Fläfen der Clyde und 67 )
1874
1896 am 7./II.
Verbilligung
sh.
sh.
ca.
(Buenos Aires
40
10
75 %
für Kohlen
j Odessa . . .
17,5
6,5
63°/,
1 Alexandria
18
7
61%
für Weizen
San Franzisko
57,5
21,25
637,
für Stückgüter Singapore . .
30
15
50%
für Reis
Rangoon . .
65
25
62%
Hand in Hand mit der Verbilligung der Seefrachten ging
eine bedeutende Vermehrung der Absatzmöglichkeiten der verschiedenen
Öle. Da die einzelnen Öle einander in ihrer Zusammensetzung
und Beschaffenheit alle bis zu einem gewissen Grade
ähneln, können sie sich in ihren Absatzgebieten gegenseitig mehr
oder weniger ersetzen. Dies hat dazu geführt, daß die Abnehmer
der Öle häufig bei höheren Preisen des einen Öles sich für ihre
Zwecke eines anderen diesem ähnlichen Öles bedienen, dessen
Preise sich zur Zeit nicht so hoch stellen. Besonders ist dies
in der Seifenindustrie der Fall, welche der bedeutendste Ölkonsument
ist.
Aber auch ganz neue Absatzgebiete haben sich infolge des
allgemeinen industriellen Aufschwunges den verschiedenen Ölen
erschlossen. Hierher gehören z. B. die Verarbeitung des Leinöls
in der Linoleumindustrie seit ca. 1870, die Verarbeitung des
67 ) Entnommen Wernicke „System der nationalen Schutzpolitik nach
außen", Jena.