3. Die soziale Bedeutung der großindustriellen Entwicklung. 185
Betriebe mit .... Personen:
21 u.
bis 5
6—20
mehr
Summe
Von den Arbeitern
der Jm.. .
918
582
2041
3541
mit gewerblicher
Beschäftigung ge-Ölmüllerei
\w.. .
einer anderen (
Gewerheart J ■ ■
63
34
25
118
37
495
125
647
hören an
oder-Gruppe ( w ‘' '
10
13
72
95
Metallverarbeitung . . .
—
9
107
116»)
Von den
Textilindustrie
—
4
22
26
anderen Ge-Holz-
und Schnitzstoffe .
5
38
220
263 * 10 * )
werbegruppen
Näherinnen und Schneiangehörigen
derinnen
—
5
11
16
Arbeitern fallen
Maurer und Zimmerer
1
5
21
27
in die
Handelsgewerbe ....
11
14
96
121
Verkehrsgewerbe ....
27
54
86
167
Fasse ich die Ergebnisse meiner Ausführungen über die
Ausgestaltung der Arbeitsräume und die Art der zu leistenden
Arbeiten zusammen, so kann ich feststellen, daß uns die großbetriebliche
Entwicklung ohne Zweifel eine Besserung der Lage
der Arbeiter gebracht hat, indem sie sowohl die Krankheitsursachen
wie auch die Unfallgefahr verminderte 11 ).
Eine Bestätigung meiner Ansicht von der geringeren Unfallgefahr
in Betrieben mit hydraulischen Pressen gegenüber den
Betrieben mit Stampfwerken und Keilpressen finde ich in den
Jahresberichten der Müllereiberufsgenossenschaft. Es rangieren
nämlich die Ölmühlen mit Stampfwerken und Keilpressen in
einer höheren Gefahrenklasse (2,50 M.) als die Ölmühlen mit
®) Davon die meisten Schlosser.
10 ) Darunter 244 Böttcher.
JI ) Eine nachahmenswerte Einrichtung zur Verminderung der Unfallgefahr
wurde im Jahre 1907 von einer größeren Harburger Palmkernölfabrik
getroffen, ln den Berichten der Gewerbeinspektoren wird darüber
folgendes mitgeteilt (Jahrg. 1907, S. 296): „In einer Palmkernölfabrik ist
zur Verhütung von Unfällen und zur Vervollkommnung der Schutzvorkehrungen
des Betriebes die Einrichtung getroffen, daß jedem Arbeiter
welcher der Fabrikleitung anzeigt, daß irgendwo eine Schutzvorrichtung
fehlt oder Verbesserungen angebracht werden können, eine Prämie von
einer Mark bezahlt wird. Seit Jahresfrist wurden für diese Prämien 20 M.
verausgabt."