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als bisher. Wendelh sagt hierüber: „Es ist daher bei der Einrichtung
von Revisionsämtern oder Revisorstellen die größte Sorgsalt
in bezug auf das Beamtenmaterial zu verwenden und von
den Bewerbern nicht nur eine sachliche Ausbildung in den verschiedenen
Systemen des Rechnungswesens, sondern auch eine
genügende Kenntnis des sonstigen Verwaltungsdienstes, ferner eine
gute Allgemeinbildung zu verlangen. Auch die letztere ist notwendig
zur Prüfung und Beurteilung von Fragen der wirtschaftlichen
Sorgfalt. — Es ist ferner Aufgabe der Verwaltung, den Revisionsorganen
eine gebührende Selbständigkeit und sowohl nach außenhin
wie auch innerhalb der Verwaltung ein Ansehen dadurch zu
verschaffen, daß ihrer Tätigkeit eine weitgehende Bedeutung beigelegt
und größtmögliche Unterstützung zuteil wird. Eine Unterlassung
in dieser Beziehung wird den Wert und die Wirkung der
Revisionsorgane bedeutend herabsetzen. Leider wird diesen Umständen
noch nicht überall die nötige Bedeutung beigelegt; mir
ist sogar die bedauerliche Tatsache bekannt, daß in einer Provinzialhauptstadt
einige durch Einstellung von weiblichen Hilfskräften
überzählig gewordene Kanzlisten, die seit Jahrzehnten die Schreibmaschine
bedient hatten, in das Revisionsamt versetzt worden sind,
eine Maßregel, die nichts weniger als wirtschaftlich ist". Wie
segensreich eine geschickte Revisionseinrichtung wirken kann, zeigt
Wendel 2 ) an folgendem Beispiel: „Die Erfolge derartiger Revisionen
sind für die Finanzwirtschaft von großem Vorteile, beispielsweise
sind in der Stadt Hannover nach der durch einen Bureaudirektor
durchgeführten Bureauform, die eine Vereinfachung des Registratur-,
Expeditions-, Rechnungs- und Kassendienstes — namentlich infolge
Einführung von Maschinen — und außerdem eine Nachprüfung
der Verteilung des Bureaupersonals mit Erfolg bewirkte, Ersparnisse
an Verwaltungskosten in Höhe von 80 000 Mk. jährlich erzielt".
Die Erfolge der Revisionen hängen aber im wesentlichen von
der Qualität der Revisoren ab, die wieder durch eine Fachausbildung
gewährleistet werden muß. Es dürste zur Erlangung
meses Zieles die Einführung von Kursen entweder an der Akademie
für kommunale Verwaltung in Düsseldorf oder an den Handelshochschulen^)
ratsam sein.
\ dd Wendel (Revisor des Hannoverschen Stadtkassenrevisionsverbandes), Vortrag
gehalten m der „Kommunalen Woche" Düsseldorf, 1913: „Die Revision von
Gemerndetaßen und die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Gemeindeverwaltungen"
(dem Verfasser in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt), enthält sehr beachtenswerte
Richtlinien für Gemeinderevisionen usw. Dem genannten Herrn verdanke
ich auch wertvolle Mitteilungen über die kommunalen Revisionsverbände.
2 ) M. Wendel in dem in voriger Fußnote zit. Vortrage.
3 ) vgl. meine Ausführungen im Abschnitt „Die Berufsbücherrevisoren in
Deutschland".