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schäften, möge auch die anderen nicht kaufmännischen Erwerbskreise
ergreifen; ihre Interessenvertretungen aber haben die Pflicht,
mehr als bisher auf die Notwendigkeit eines auf die Rechnungslegung
gestützten Wirtschaftens hinzuweisen.
4. Die Berufsbücherrevisoren,
a) Im Ausland.
Der Beruf des Bücherrevisors ist fast so alt, als man die
Verrechnung in Büchern vornimmt.
Schmidt erwähnt, daß man den ersten Rechnungsprüfern
in Italien begegnet. Um 1225 hat bereits Mailand eine Kontrolle
der Stadtverrechnung eingerichtet, welche alle 4 Monate stattfand.
Derselbe Verfasser führt weiterhin an, daß das Kassabuch von
Papst Nikolaus Ul., welches die Zeit v. 1. 5. 1279 bis 1. 3. 1280
umfaßt, am Ende den Kassensaldo aufweist mit der Bemerkung:
„und dieser Saldo stimmt mit dem Buch unseres Notars überein".
Er schließt hieraus, daß die Revision in der Art ausgeführt
wurde, daß dasselbe Buch zum zweitenmal in Kopie von dem
Notar geführt wurde und zum Zwecke der Kontrolle das Vergleichen
der beiden Bücher stattfand.
Um dieselbe Zeit entwickelt sich ungefähr auch der Bücherrevisorenberuf
in England, viel später erst in Deutschland und
in anderen Ländern.
Wenn wir den Beruf des Bücherrevisors nach Leistungsfähigkeit,
Erfolg und Ansehen beurteilen sollen, so werden wir
den des Engländers an erster Stelle zu behandeln haben; ich
glaube dies etwas ausführlicher tun zu müssen, da die englischen
Verhältnisse immer als mustergültig hingestellt und zur Übernahme
empfohlen werden.
In Großbritannien lassen sich die Anfänge des Bücherrevisorenberufes
bis ins 13. Jahrhundert verfolgen. Um diese
Zeit treten bereits die „Auditors" auf, deren Aufgabe es war
— und hieraus erklärt sich der Name uuckitor (audire = hören) —,
das Rechnungswerk durch Abhören,^ „Kollationieren", zu prüfen.
Später werden die im Rechnungswesen bewanderten Fachleute
tz A. Schmid, Die Bücher- und Bilanzrevision sowie das Institut der Bücherrevision.
Okartsrscl Accountants und Treuhandgesellschaften. Separatabdruck
aus dem Jahrbuche der Export-Akademie des k. k. österr. Handelsmuseums, Wien
2 ) Andere führen die Bezeichnung „Auditor" daran? zurück, daß in alter
Zeit die Rechnungsprüfung in einem mündlichen Verhör des Rechnunglegenden bestanden
hätte.