Full text : Die Kontrolle der Rechnungslegung (in der Privatwirtschaft)

71

*

Die  Einnahmen  aus  den  Revisionen  betrugen:

Nummer
der  1
Ausstellg.

3

5

7

6

g

13

Geschiifts-



Deutsche
Treuhandgesellschaft


„Revision"
T.  G.

Treuhandvereinigung ­


Mecklenburg.
Treuhandgesellschaft ­


Allgemeine
Revisrons-  und
BerwaltungSgesellschasl


Bayrische
Treuhandgesellschaft


Rheinische
Treuhandgesellschaft ­


1905
1907
1910
1912

149  944
433  858
994  353
1  247  490

18  646
174  245
394  502
605  454

218  510=)
371  197
433  664

20  508
25  937
26  295

1910»)  48  682
1911  66  056
1912  74  351

98  845
106  249
117  345

54  028
129  894

Anzahl  der
Geschäfts-  26
jähre

8

8

7

7

4

2

Die  Anlehnung  der  Revisionsgesellschaften  an  die  Banken
brachte  natürlich  auch  ihre  Nachteile  mit  sich.  Bei  ihrer  Erörterung
müssen  wir  eine  Teilung  der  Auftraggeber  vornehmen  in
1.  unfreiwillige,  die  sich  bereits  in  irgendeinem  Abhängigkeitsverhältnis ­
  zur  Bank  befinden  oder  sich  in  ein  solches
begeben  wollen;  diese  machen  nach  des  Verfassers  Meinung  90%
aller  Kunden  aus,  und
2.  freiwillige,  die  aus  eigener  Entschließung  die  Dienste
der  Revisionsgesellschaften  in  Anspruch  nehmen.
Die  Nachteile  der  Kunden  erster  Gattung  liegen  in  dem
bereits  bestehenden  Abhängigkeitsverhältnis  zur  Bank  begründet.
Die  Arbeitsmethoden  der  Revisionsgesellschaften  sind  intensiv
und  gründlich,  und  sie  müssen  es  sein,  wollen  die  Gesellschaften
ihr  Urteil,  von  dem  sehr  oft  das  Sein  oder  Nichtsein  des  revidierten ­
  Unternehmens  abhängt,  nach  bestem  Wissen  und  Gewissen
abgeben.  Das  hat  aber  zur  Folge,  daß  die  Auftraggeber  —  ihre
Rolle  als  solche  ist,  wie  ich  bereits  andeutete,  meist  passiv  —  zur
Beurteilung  ihrer  Verhältnisse  sich  auf  „Herz  und  Nieren"  untersuchen ­
  lassen  und  alle  Taschen  umkehren  müssen.  Es  findet  somit
eine  Offenbarung  und  Klarlegung  der  Verhältnisse  letzten  Endes
der  Bank  gegenüber  statt,  die  gewiß  vom  Einzelunternehmen

h  Es  bedeuten  die  Zahlen  nicht  schlechthin  reine  Revistonshonorare,  sondern
es  sind  darin  bei  den  einzelnen  Gesellschaften  teilweise  Beträge  von  Provisionen,
Zinsen  usw.  enthalten,  die  aber  für  den  hier  verfolgten  Zweck  unwesentlich  sind.
2)  Die  Zahlen  der  vorhergehenden  Jahren  waren  mir  nicht  erreichbar.
Die  „Deutsche  Treuhandgesellschaft"  nahm  das  Revisionsgeschäft  im  Jahre  1902,
d.  i.  in  ihren:  13.  Geschäftsjahr  auf.
            
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