Full text: Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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dem Stahlverbrauch von vor 25 Jahren. Sein größter 
Bestandteil ist Eisenbahnschrott. 
6., Stahlneuschrott oder Hüttenschrott. Stahlabfälle bei 
der Weiterverarbeitung des Eisens. Ihre Menge ist 
gleich 10—12 % der Stahlerzeugung überhaupt, und 
sie werden fast ausschließlich zur Martinstahlerzeug 
ung verwandt. 
Von diesen sechs Schrottarten spielen nur die letzten 
beiden eine ausschlaggebende Rolle bei der Martinstahl 
erzeugung. Der Neuschrott fällt, wie oben erwähnt, direkt 
bei der Verarbeitung des Rohstahls. Dahin gehören z. B. 
die Enden der Schienen, Trägern, Schwellen, Knüppeln, 
Platinen, Formeisen, Laschen, ferner Blockenden, Rest 
blöcke, Grobblechschrott und Feinblechschrott. Die Menge 
des Stahlneuschrotts oder Hüttenschrotts bestimmt sich 
ohne weiteres durch die Stahlerzeugung des betreffenden 
Jahres. Wenn das deutsche Zollgebiet z. B. 1907 
12 064 632 t Rohstahl schuf, so ergab das, davon ein 
Zehntel 1 200 000 t Hüttenschrott. 
Die Menge des verarbeiteten Altschrotts läßt sich 
leicht aus der Menge des erzeugten Martinstahls berech 
nen. Der Eisen- und Stahleinsatz im Martinofen weist 
bei der Ueberführung im Martinstahl einen Abbrand von 
rund 10 % auf. Es muß also eine denselben Prozentsatz 
höhere Schrottmenge eingesetzt werden, als man Martin 
stahl zu haben wünscht. Nun werden etwa 10—15 % 
andere Zuschläge als Schrott im Martinofen zugesetzt z. 
B. Erze, Roheisen und vorgeblasenes Thomaseisen. Wenn 
man diese mit etwa 10 % des Einsatzes annimmt, was in 
Westdeutschland dem Durchschnitt entspricht, so kommt 
man zu dem Ergebnis, daß die Jahreserzeugung an Mar 
tinstahl etwa gleich der zur Martinstahlerzeugung ver 
wandten Schrottmenge ist. Damit man nun die verbrauchte 
Menge Altschrott erhält, braucht man von dem Gesamt-
	        
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