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keit erstrecken, um Personen festzustellen, welche die Monotonei
schwer ertragen. Viele moderne Rationalisierungsfachleute empfehlen
auch, die Arbeit sportlich zu gestalten, um das Unangenehme der
Monotonie abzuschwächen; man bringe einen gewissen Rhythmus
in die Arbeit, man veranschauliche dem Arbeiter seine Leistung,
berücksichtige überhaupt möglichst die psychologischen günstigen
Begleitumstände der Arbeit.
Zur weiteren Bekräftigung dieses, unserer Ansicht nach durchaus
richtigen, günstigen Urteiles über rationalisierte Arbeit seien noch,
man könnte sagen, zwei Kronzeugen zitiert, nämlich Personen, die
längere Zeit in den Fordwerken gearbeitet haben und über ihre
Erfahrungen berichteten. Der eine ist E. Hultzsch, der in einem
Vortrage (Dresden, 27. März 1925) über seine Erfahrungen berichtete.
Er wurde als Lehrling aufgenommen (das Arbeitsbureau umfaßt nur
zinen Leiter und drei Beamte für 40.000 Arbeiter!); er mußte sich zuerst
einer ärztlichen Prüfung in bezug auf Sehschärfe, Herz, Lunge usw.
unterziehen und wurde dann, ohne weitere Instruktion, sofort an
die Linie gestellt; nur ein Werkmeister gab.eine kurze Anweisung
über die Arbeit — für die technische Ausbildung sorgte der Werk-
unterricht der Lehrlingsschule. Hultzsch lobt das große Ver-
antwortlichkeitsgefühl und die Sachlichkeit der Beamten; die Arbeiten
werden unausgesetzt durch die Werkmeister und foremen beobachtet.
Hultzsch war zuerst im Tractor Assembly Department beschäftigt;
für je 20. bis 40 Arbeiter gab es einen foreman,. außerdem war da
sin foreman für den Fernsprecher und die Prüfung der Zeitkarten;
ein. weiterer foreman beaufsichtigte den Nachschub des Materials usw.
Ein Safety firstman überwachte die Sicherheit der Maschinen und
Betriebseinrichtungen, stellte die Ursache einer Verletzung fest und
besprach in periodischen Versammlungen alle Vorsichtsmaßregeln
(s. später »Unfallverhütung«). Im Gegensatz zu Taylor, der einen
zroßen‘ Stab von Beamten, ein kompliziertes Arbeitsbureau u. ’ä.
hat, ist bei Ford all dies auf ein Mindestmaß gebracht. Im weiteren
Gegensatze zu Taylor — der mit starren Leistungsaufträgen
arbeitet (auf genau vorgeschriebenen Arbeitszetteln), die genauen
Zeitstudien entsprechen, die nie individuell, sondern typisch vor-
genommen werden — gibt Ford nur die Zeitspanne des: ge-
samten. Arbeitsvollzuges an, niemals die Zeitdauer des einzelnen
Handgriffes (wie Taylor); diese Zeitspanne ist aber immer nur ideell
vorhanden, wirkt nicht eingedrillt als Zwang. Hultzsch hatte z. B.