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solche „Quellen“ vielfach eine weit lebendigere Anschauung geben, als auch
ihre beste Verarbeitung.
Wissenschaftlicher Apparat, der doch nur als unnütze Belastung hätte
wirken können, ist nach Möglichkeit vermieden worden. Vielmehr sollte
versucht werden, ein glatt lesbares Büchlein zu schaffen. Der Kundige
bedarf solcher näheren Hinweise nicht, und dem Unkundigen ist durch Bei⸗
zabe des Literaturverzeichnisses am Schluß des Büͤchleins die Möglichkeit
geboten, sich leicht näher zu orientieren. Daher ist zuweilen auch nicht
angegeben, auf welche wissenschaftlichen Autoritäten sich die einzelnen Aus⸗
führungen stützen. Ganz ausdrüucklich soll auch hervorgehoben sein. daß
sich die Darstellung auch in der Form mehrfach an die benutzten Werke
anlehnt, ohne daß dies immer kenntlich gemacht worden wäre. Jedoch
mußte stets alles aus den Gesichtspunkten heraus verarbeitet werden, die
der beabsichtigte Zweck erforderte, wie überhaupt das Büchlein in der
Anlage, im Aufbau, in der Durchdringung und Bearbeitung des Stoffes
durchaus selbständig ist.
Neue Ergebnisse wolle man nicht erwarten; diese zu geben, ist in
einer „Festschrift“ nicht nötig, wäre auch auf einem Gebiete, das teilweise
so tiesgehend durchackert ist, wie das unsrige, vielfach nicht möglich.
Politik zu treiben, wozu bei der Natur des Stoffes mannigfach
Anlaß gegeben war, ist mit Fleiß vermieden worden. An Festestagen
hat sie zu schweigen.
Wie schon erwähnt, ist am Schluß des Büchleins ein Literatur—
derzeichnis über die hauptsächlichsten in Betracht kommenden Werke
deigefügt worden, ohne daß Vollständigkeit erstrebt worden wãäre. Jedoch
ist diese Angabe vielleicht auch allen denen zur schnelleren Orientierung
erwünscht, die in kommenden Tagen an festlicher Stelle über die Städte—
ordnung und ihre Bedeutung zu reden haben.
Im Anhange endlich sind die drei wichtigsten Städteord—
aungen in der heute gültigen Fassung abgedruckt worden, in der
Annahme, daß es manchem willkommen sein möchte, sich dieses Grundgesetz
des Bürgertums bequem zugänglich zu machen. —
Schließlich bleibt noch Herrn Rektor Dr. W. Wohlrabe in Halle a. S.,
»on dem die erste Anregung zu dem vorliegenden Büchlein ausgegangen
st, auch an dieser Stelle geziemender Dank auszusprechen.