Full text : Zur Wertzollfrage

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damals  die  Fabrikation  billiger  Stapelwaren;  für  das,  was
hochwertig  war,  war  Preußen  noch  auf  das  Ausland
vielfach  angewiesen.  Lift  konnte  darum  nicht  genug
betonen,  daß  man  nicht  Qualitätswaren  abzuhalten  habe,
sondern  die  billigen  Massenartikel,  gegen  welche  der
Eewichtszoll  der  gegebene  Schutz  sei.  Die  billigen  Erzeugnisse ­
  stellten  (nächst  England)  damals  Sachsen  und
Schwaben  so  gut  wie  Preußen  her.  Sie  mußte  Preußen  abwehren, ­
  wenn  die  Mittel-  und  Kleinstaaten  mit  ihren
Jndustrieen  ein  dringendes  Interesse  gewinnen  sollten,  in
den  Zollverein  einzutreten.  Es  kam  hinzu,  daß  viele  der
Mittel-  und  Kleinstaaten  entweder  inmitten  preußischer
Gebiete  oder  langgestreckt  an  preußischen  Grenzen  lagen;
einen  Anreiz,  diese  im  Wege  des  Schmuggels  zu  durchbrechen, ­
  mußte  naturgemäß  jeder  Wertzoll  in  ungleich
höherem  Grade  bieten  als  der  Gewichtszoll,  sobald  die
Überführung  hochwertiger  Waren  in  Frage  kam.  War
ja  denn  auch  schon  damals  die  Zolltechnische  Diskussion
nicht  frei  von  den  Zweifeln  der  Beamten  und  Wirtschaftspolitiker, ­
  wie  man  sich  erfolgreich  gegen  zu  niedrige  Wertanmeldungen ­
  der  Verzoller  würde  schützen  können;  zumal,
wenn  nicht  in  unsachgemäßer  Weise  zu  oft  oder  wenn
nicht  zu  selten  vom  Ankaussrechte  Gebrauch  gemacht
werden  sollte.
Diese  Zweifel  sind  infolge  der  Schaffung  des  Tabakwertzolls ­
  und  der  mit  ihm  gemachten  Erfahrungen  als
endgültig  behoben  zu  betrachten.
Man  sieht  auch  hier  wieder  den  von  allen  Prak-Ltssner,
  Zur  Wertzollfrage.  5
            
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