Full text : Zur Wertzollfrage

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Ablehnung  überdies  der  alleinige  Anlaß  war,  daß  die  von
einer  großen  Truppe  von  Sozialpolitilern  noch  viel  dringlicher ­
  ersehnte  Reichswertzuwachssteuer  ins  Leben  treten
konnte.  Einer  ferneren  Zeit,  in  der  man  leidenschaftslos  in
der  Geschichte  der  Reichsfinanzreform  blättern  wird,
wird  ein  unentwirrbares  Rätsel  sein,  daß  es  die  Ablehnung ­
  einer  verhältnismäßigen  Bagatelle  wie  dieser
Erbschaftssteuer  gewesen  sein  soll,  die  einen  Parteienhader, ­
  schlimmer  als  vor  30  Jahren,  und  die  Verunglimpfung ­
  eines  großen  Finanzwerkes  hervorrief,  dessen
segensreiche  Folgen  nun  von  Monat  zu  Monat  deutlicher
werden.  Ich  möchte  aber  unbeschadet  aller  grundsätzlichen ­
  Anhängerschaft  auch  für  eine  zukünftige  Erbschaftssteuer ­
  noch  der  weiteren  Überzeugung  Ausdruck  geben,
daß  sich  auch  diese  etwa  zukünftige  Erbschaftssteuer  für
lange  Zeit  über  das  Maß  einer  bescheidenen  Anstandssteuer ­
  nicht  hinausheben  könnte  und  zwar  sich  deshalb
hierüber  nicht  hinausheben  könnte,  weil  die  Höhe  unserer
anderweitigen  direkten  Steuern,  insbesondere  in  Folge
der  scharfen  Kommunalzuschläge,  dem  entgegensteht.  Wir
sind  —  darüber  herrscht  wohl  kein  Zweifel  —  noch  lange
kein  Rentnervolk,  wir  sind  noch  immer  im  weitesten  Sinne
des  Wortes  ein  Unternehmervolk  und  wohl  einstweilen
noch  immer  das  unternehmendste  Unternehmervolk
Europas.  Damit  aber  sind  dem  weiteren  Ausbau  der
direkten  Steuern  vor  der  Hand  gewisse  unüberschreitbare
Grenzen  gesteckt,  denn  unsere  Arbeiter  sind  darauf  angewiesen, ­
  daß  die  Befriedigung  des  dauernden  Bedarfs
            
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