Full text: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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6. Kap. Der internationale Handelsverkehr. 
Und weiter auch solche Erzeugniffe geliefert, die sich zwar, wie das Gold und 
das Silber, im Lande vorfinden, aber nur in ganz ungenügender Menge vor 
handen sind. 
2. Sodann werden durch den Handel mit dem Auslande auch viele 
şalche Dinge eingeführt, deren Erzeugung zwar gleichfalls im Lande möglich 
'şi' aber nur mit größern nationalen Productionskosten als diejenigen der 
Gegenstände, die man als Aequivalent für die betreffenden Güter hingibt, falls 
''E aus dem Auslande importirt werden. So werden in England, Italien und 
Spanien Zucker und Nutzholz, in Deutschland Getreide, in England Felle und 
Şolle importirt, obgleich alle diese Gegenstände daselbst producirt werden können. 
Endlich wird durch den internationalen Handel in gewiffen Betriebs 
eigen eine größere Concentration von Arbeit und Eigenthum ermöglicht, so 
è şich die betreffende Nation in höherem Maße die Vortheile größerer Arbeits 
teilung, einer weiter gehenden Localisirung des Betriebes und einer weiter 
^geschrittenen Production im großen Maßstabe zu eigen machen kann (siehe 
^ 6. Kapitel des I. Buches). 
Ueber die beiden ersten dieser aus dem internationalen Handelsver- 
,.^ r erwachsenden Vortheile spricht sich A. Smith folgendermaßen aus. Die 
Erflüssigen Producte eines Landes müffen ins Ausland abgesetzt und 
^heim begehrte Gegenstände dafür eingetauscht werden. Geschieht das nicht, 
wird der Ueberschuß werthlos sein und bald nicht mehr producirt 
Erden. Die für den Export arbeitenden Productionszweige werden des- 
von den die betreffenden Erzeugniffe ausführenden Kaufleuten er- 
^îhigt. Eiņ Land kann nur durch den Export den Wohlstand erreichen, zu 
rick ^ ^ņtwicklung es die natürlichen Hilfsquellen besitzt 1 . Das ist unbedingt 
îwtig. es für die englischen Baumwoll- und Eisenindustriellen keine 
^Minier außerhalb des britischen Reiches gäbe, so wäre der Reichthum und 
E Bevölkerungszahl des letztern sicher weit geringer. 
Bļan begreift demnach sehr wohl, daß alle handeltreibenden Nationen 
Lenwärtig so große Anstrengungen machen, um den Export zu heben, und 
dehì^î ^strebt sind, Kolonien zu erwerben, um deren Bewohner als Ab- 
die Jndustrieproducte des Mutterlandes zu erhalten. Dabei darf 
wie/ņ aus den Augen gelaffen werden, daß der internationale Handel, 
st/à gesagt, auch üble Folgen haben und zur Production von Gegen- 
îein Cn Bregen kann, deren Erzeugung für das Land im ganzen von 
grölT Urtheil ist, weil die Production anderer Güter an Stelle der mit 
bttn U Ķosten erzeugten Exportartikel den Unternehmern größern Gewinn 
gen oder — „„p das kommt häufiger vor — die Consumenten mit 
^ìehe Wealth of nations, book 2, ch. 5.
	        
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