Full text : Zur Wertzollfrage

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Änderungen  der  bestehenden  Agrarzölle  für  absehbare
Zeit  nicht  zulassen.
Indessen  darf  erfahrungsmäßig  nicht  gehofft  werden,
daß  das  Urteil  der  Massen  durch  Rücksichten  aus  die
Macht  und  das  Glück  nachwachsender  Generationen
bestimmt  werden  kann.  So  wie  auf  den  englischen  Arbeiter ­
  das  während  eines  Wahlkampfes  umhergetragene
Plakat  des  zunächst  drohenden  kleineren  Laibs  Brot
nachhaltigeren  Eindruck  als  die  Gefahr  einer  späteren
Schwächung  des  nationalen  Handels  und  Wohlstandes
machte,  so  wird  wohl  auch  bei  uns  die  sich  zunächst  hervorkehrende ­
  Seite  des  fortbestehenden  Agrarschutzes  —
das  Ausbleiben  der  erhofften  Lebensmittelverbilligung
—  für  die  städtischen  Arbeitermassen  das  Wesentliche  sein.
Was  wollt  denn  ihr  bei  diesem  Zolltarif  als  Opfer
bringen?  So  wird  wohl  die  Frage  der  Minderbemittelten
an  die  Wohlhabenden  lauten.  Was  ist  euer  Tribut  zum
Wohle  des  allgemeinen  Vesten,  müßtet  ihr  nicht  von
eurem  Lurusverbrauch  in  Gold  opfern,  wo  wir  vom
Nahrungsverbrauch  in  Kupfer  zollen?  Schafft  uns  Beschäftigung, ­
  was  ihr  euch  für  hohen  Preis  und  ohne
wirkliches  Steueropfer  aus  dem  Auslande  holt?  Bringen
eure  französischen  Seidengewebe,  eure  orientalischen  Teppiche, ­
  eure  Panamahüte  uns  Arbeit  oder  dem  Reiche
gerechten  Zoll?
Solchen  Fragen,  die  der  Fortsetzung  einer  landwirtschaftsfreundlichen ­
  Zollpolitik  entgegentreten  werden,
kann  die  Schaffung  geeigneter  Wertzölle  eine  versöhnende
            
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