Object: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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lastenden besonderen Verkaufskosten, im Haben den Verkaufserlös 
der verkauften Waren. Der Kontensaldo ist gleich dem Brutto- 
verkaufsgewinn. 
Günther 1 ) gibt folgendes Verfahren an: Materialien und 
Löhne werden bekanntlich zunächst einem Hilfskonto belastet, um 
nach der Verrechnung den Monatsverbrauch auf die Fabrikations 
konten , zu verteilen. Die beiden Konten haben folgendes Aussehen: 
Soll (Eingang) Materialien-Konto. Haben (Ausgang) 
Bestand laut Inventar . . 
120 237,65 
Materialien verbrauch für die 
Zugang und Fracht . . . 
42 934,25 
Fabrikation laut Auftei- 
Nach Bearbeitung ins Maga- 
lang 
63 499,75 
zin zurückkehrende Koh- 
stoffe einschl. Löhne und 
29 °/ 0 Fabrikationslöhne . 
2 605,60 
desgl. für Instandhaltung 
der Maschinen, Gebäude 
etc 
1180,85 
165 777,50 
desgl. für Bearbeitung von 
Lagerbeständen. . . . 
Saldo 
1 385,15 
66 065,75 
99 711,75 
Ausgaben 
Lohn-Konto. 
Verteilung 
Löhne des Monats 
. . . 38 257,30 
Verteilung auf 
betriebe 
Saldo . . . 
die Einzel - 
36 302,20 
. . . 1 955,10 
Die allgemeinen Unkosten werden auf einem 
verbucht bzw. zusammengestellt: 
gemeinsamen Konto 
Ausgaben 
Unkosten(sammel)-Konto. 
Verteilung 
Betriebsspesen . 
Verkaufsspesen 
(Abschreibungen) 
.... 8110,65 
.... 4699,30 
3000,— 
Aufteilung . 
Saldo . . . 
15 270,87 
Üf§§|l§ 
mSm 
Das Materialien-Konto zeigt in seinem Saldo den Wert des Vor 
rates an Rohmaterialien und der in Arbeit befindlichen Produkte an, 
also kurz den Materialwert des Bestandes. Um den Wert des vor 
rätigen Rohmaterials von jenem der in Arbeit befindlichen Fabrikate 
zu trennen, muß versucht werden, die Menge des Materials der Halb 
fabrikate festzustellen; dieser Betrag ist vom Saldo abzuzählen. Ob 
dies auf Grund der Materiallisten möglich ist, mag dahingestellt sein. 
Das Lohn-Konto und das Unkostensammel-Konto zeigen in ihren 
Saldi den Lohn- und Unkosten verbrauch an, der, bis jetzt un ver 
rechnet, auf den in Arbeit befindlichen Produkten lastet. Denn 
*) Die rechte Hand des Fabrikanten. Leipzig o. J. S. 62ff.
	        
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