Full text: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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Art und der Sinn, in der und in dem es uns fraglich 
wird. Von welcher Seite immer und in welcher kon 
kreten Absicht immer — wenn es nur eine For 
schungsabsicht ist — wir uns mit unserem Denk 
apparat in die Erscheinungswelt stürzen, stets müssen 
sich uns — und sogar bis zu einem gewissen Grade 
auch in einer gegebenen Aufeinanderfolge — sowohl 
dieselben Probleme wie auch schließlich dieselben 
Methoden darbieten. Wenn eine Gruppe z. B. noch 
so sehr die theoretische Konstruktion vernichten 
wollte oder generelle Wahrheiten auf sozialwissen 
schaftlichem Gebiet für prinzipiell ausgeschlossen 
hielte, die Theorie und das Generelle würde sich ihr 
in den Weg drängen, würde bis in das innerste Sank- 
tum des Historikers, die sich selbst bestimmende Indi 
vidualität, stürmen und früher oder später müßte der 
Historiker sehen, daß er selbst keine Zeile schreiben 
kann, ohne generelle Wahrheit vorauszusetzen, ohne 
Theorie, wenn auch sehr primitive, zu betreiben. Und 
wenn er das nicht sehen wollte — was würde ge 
schehen? Nicht über die Theorie, sondern über ihn 
würde man zur Tagesordnung übergehen. Denn wenn 
überhaupt einmal eine genügende Anzahl von Leuten, 
die forschen wollen, vorhanden sind, so findet ein 
rastloses Schürfen nach Erkenntnisadern statt. Man 
mag eine konkrete solche Ader lange oder überhaupt 
nicht finden, aber eine, die schon gefunden ist, kann 
eben wegen ihrer sozusagen „objektiven“ — wenn 
gleich nicht bloß von den „Dingen“, sondern auch 
der Struktur unseres Geistes abhängigen — Existenz 
niemals unterdrückt werden: Wendet man sich von
	        
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