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— ist es ganz charakteristisch, daß dieser Stand
punkt nicht etwa durch argumentative Überwindung
des Standpunkts des 18. Jahrhunderts gewonnen
wurde: Niemand kannte oder würdigte den letzteren
anders als in der Form einiger Schlagworte; nie
mand dachte sich, seiner selbst vergessend, in jene
Werke hinein; niemand wog das Für und Wider, um
dann erst ein Urteil zu gewinnen — mit kühlem Ernst
oder doch lediglich mit der Leidenschaft der Erkennt
nis. Nein, nichts von alledem — mit dem ausgefertig
ten Urteil in der Tasche traten diese Richter an die
Untersuchung.
Nun ein anderes Beispiel für jenen Stumpf-und-
Stiel-Radikalismus, der sich gegen die Analyse des
18. Jahrhunderts wandte. Ein Beispiel ebenfalls für
Hunderte, für eine ganze große Armee des Gedan
kens. Aber ein Beispiel für eine ganz anders geartete
feindliche Armee, die mit der eben erwähnten viel
weniger zu tun hat als mit dem gemeinsamen Feind
beider. Auch ein großes Beispiel endlich von gewalti
gem Wollen und Können, eine der glänzendsten Er
scheinungen der Wissenschaft. Daß ich den Namen
wähle, den ich jetzt nennen will, schließt es ebenso,
wie daß ich Carlyle wählte, aus, daß man mir impu-
tieren könnte, ich dächte gering von diesen Gegen
strömungen oder ich ergriffe Partei für alles, was
das 18. Jahrhundert tat: Auguste Comtes „cours de
Philosophie positive“ muß als einer der größten Ver
suche zur Synthese alles unseres Wissen stets ein
Monument des Geisteslebens des 19. Jahrhunderts
bleiben, zugleich ein Markstein und ein Programm