21
keine wesentlichen neuen Gesichtspunkte für die Beurteilung der
untersuchten Erscheinung ergeben haben würden.*) Dagegen
ist der Mietausfall in den Tabellen IHa bis c nach ver
schiedenen Richtungen dargestellt und zum Mieterträgnis
in Beziehung gesetzt worden. Zunächst sind beide — Erträgnis
und Ausfall — in Tabelle lila für Wohnungen und Geschäfts
lokale getrennt nach der Zahl der Mietparteien der Grundstücke
gegliedert worden, wobei wie durchweg in dieser Bearbeitung,
der durch Leerstehen und der durch Nicht-Vollzahlung der Miete
entstandene Schaden je für sich nachgewiesen wird.
Die Schlußspalten der Tabelle, die den Mietausfall auf die
gleichzeitige, also achtmonatliche Mieteinnahme Umschlägen, las
sen zwar eine, bei der Kleinheit der Zahlen auch kaum zu er
wartende, durchgängige Regelmäßigkeit nicht erkennen, immer
hin zeigen sie bei den Wohnungen einen zunehmenden Anteil des
Mietausfalls mit wachsender Zahl der Mietparteien, bei den Ge
schäftslokalen dagegen eine auffällig starke Belastung der Haus
grundstücke mit ganz wenigen und andererseits wieder mit sehr
vielen Mietparteien. Die folgende Umformung der Tabelle,
bei der die untersuchten Grundstücke nach der Zahl ihrer Miet
parteien in vier, annähernd gleich stark besetzte Gruppen zusam
mengefaßt sind, läßt 'diese Erscheinungen noch deutlicher heraus
treten. Darnach betrug
bei einer
Anzahl der
Mietparteien
von
die Zahl
der
Grund
stücke
die durch
schnitt
liche Miet-
einnahme
eines
Grund
stücks in
adit
Monaten
M
der dur
ausfall
im
Ganzen
M
chschnittlic
pro Grün
für Wc
all
M
he Miet-
dstück
hnungen
ein
= %
der Mi
Einn
X, O
1“
etausfall
ahme be
“ cs
ew <D
Oh
o
% der
i den
ö
CD
§1
cj
Ü
1—3
89
1650
134
56
41,8
4,7
16,9
8,1
4—6
115
2810
214
152
71,0
7,9
7,0
7,6
7—9
121
3111
264
200
75,8
8,2
9,3
8,5
mehr als 9
88
3693
385
270
70,1
9,1
16,1
10,4
zusammen
413
2836
248
170
68,5
8,0
11,1
8,7
Bei der Beurteilung der durchschnittlichen Einnahme wolle
nicht übersehen werden, daß diese dep Wert der Eigentümer-
*) Die am Schluß des Textes besprochene Aufstellung des zwanzigfachen
Hausbesitzers N. N. über di'e in seinen Grundstücken während der Monate
Juli 1914 bis Februar 1915 durch Leerstehen und Nicht-Vollzahlung der
ordentlichen Miete einge^retenen Mietverluste scheint diese Vermutung zu
bestätigen. Nach dieser Aufstellung betrug im Februar 1915 der Verlust durch
Nicht-Vollzahlung das 2,10fache des August-Verlustes, während nach unserer
Textübersicht die Zahl der notleidenden Wohnungen im Februar das 2,07fache
der Zahl des August betrug. Die Verluste durch Leerstehen waren dagegen
gleichzeitig bei N. N. um das 2,44fache, nach unserer Textübersicht für die
Wohnungen nur um das 2,00fache höher, doch sind die Grundzahlen bezüglich
des Leerstehens beiderseits zu klein, um beweiskräftig verglichen werden zu
können.