Full text : Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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wohnung  außer  Ansatz  läßt,  überdies  aber  nur  auf  8  Monate  sich
bezieht,  während  in  den  Tabellen  überall  die  Jahreseinnahme
eingesetzt  worden  ist.
Neben  der  Steigerung  von  Mieterträgnis  und  Mietausfall  (im
ganzen  wie  für  die  Wohnungen  allein)  mit  wachsender  Zahl  der
Mietparteien  geht  aus  dieser  Uebersicht  doch  auch  sehr  deutlich
die  gleichzeitige  regelmäßige  Zunahme  des  relativen  Verlustes
an  Wohnungs-Mietzinsen  hervor,  der  bei  der  obersten  Klasse
nahezu  doppelt  so  hoch  ist  wiei  bei  der  untersten.  Je  mehr
Mietparteien  im  Grundstück,  desto  kleiner  pflegen,  eben  die
Wohnungen,  desto  weniger  bemittelt  deren  Mieter  und  desto
zahlreicher  daher  die  Mietausfälle  zu  sein.  Bei  den  Geschäftslokalen ­
  zeigt  sich  ein  ganz  anderes  Bild:  hier  bringen  die  beiden
Flügelgruppen  einen  ungefähr  doppelt  so  hohen  relativen  Mietverlust ­
  wie  die  mittleren  beiden.  In  den  Grundstücken  mit  vielen
Mietparteien  sind  an  diesem  Verlust  hauptsächlich  kleinere
Wertobjekte  wie  Werkstätten  und  Stallungen,  bei!  den  ausgesprocheneren ­
  Geschäftsgrundstücken  mit  wenigen  Mietparteien
dagegen  Läden  und  sonstige  Geschäftslokale  beteiligt,  während
die  am  wenigsten  von  Mietausfällen  betroffenen  Büros  sich  vorwiegend ­
  in  den  mittleren  Grundstücks-Größenklassen  finden.
Der  Anteil  des  Ausfalls  von  Wohnungsmiete'  am  gesamten
Mietausfall  ist,  wie  die  Textübersicht  gleichfalls/  zeigt,  bei  den
drei  oberen  Größengrüppen  annähernd  gleich  hoch,  bei  der
untersten  Gruppe,  unter  denen  sich  verhältnismäßig  viele  City-Häuser
  befinden  dürften,  dagegen  beträchtlich  kleiner.  Aus
diesem  Grund  zeigt  auch  die  letzte  Spalte  der  Textübersicht  nur
für  die  drei  obersten  Gruppen  eine  regelmäßige  Zunahme  des
relativen  Mietausfalls,  während  die  unterste  Gruppe  mit  ihrer
überragenden  Bedeutung  stark  bedrohter  Geschäftslokale  einen
höheren  Prozentanteil  aufweist,  als  die  nächstfolgende.
Was  aus  Tabelle  lila  und  der  von  ihr  abgeleiteten  Textübersicht ­
  nur  indirekt  und  vermutungsweise  erschlossen  werden
konnte,  daß  nämlich  die  Klei  nwohnungen  besonders  stark
von  Mietausfällen  betroffen  wurden,  das  geht  nun  aber  in
Bestätigung  der  Erfahrung  des  Alltags  mit  eindrucksvoller  Deutlichkeit ­
  aus  Tabelle  Illb  hervor.  Diese  unterscheidet  für  jede
Wohnungsgrößenklasse  den  Mietausfall  nach  seiner  Zusammensetzung ­
  —  durch  Leerstehen,  durch  Nichtvollzahlung  der
Miete  und  von  beiderlei  Art  —  und  stellt  die  gewonnenen  Beträge ­
  der  achtmonatlichen  Mieteinnahme  derselben  Wohnungsgrößenklasse ­
  gegenüber.  Da  ergibt  sich  denn  bei  den  durch
Nicht-Vollzahlung  entstandenen  Ausfällen  ein  von  der  obersten
Größenklasse  (mit  8  und  mehr  Zimmern)  bis  zur  untersten  (mit
1  Zimmer)  vollkommen  regelmäßig  von  0,22  bis  9,16  o/o  ansteigender ­
  Anteil  an  der  gesamten  Mieteinnahme.  Je  größer
also  die  Wohnung,  desto  geringer  der  Ausfall  durch  Nicht-Bezahlung ­
  der  vollen  schuldigen  Miete.  Anders  der  relative  Aus ­
            
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