Full text : Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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keine  wesentlichen  neuen  Gesichtspunkte  für  die  Beurteilung  der
untersuchten  Erscheinung  ergeben  haben  würden.*)  Dagegen
ist  der  Mietausfall  in  den  Tabellen  IHa  bis  c  nach  verschiedenen ­
  Richtungen  dargestellt  und  zum  Mieterträgnis
in  Beziehung  gesetzt  worden.  Zunächst  sind  beide  —  Erträgnis
und  Ausfall  —  in  Tabelle  lila  für  Wohnungen  und  Geschäftslokale ­
  getrennt  nach  der  Zahl  der  Mietparteien  der  Grundstücke
gegliedert  worden,  wobei  wie  durchweg  in  dieser  Bearbeitung,
der  durch  Leerstehen  und  der  durch  Nicht-Vollzahlung  der  Miete
entstandene  Schaden  je  für  sich  nachgewiesen  wird.
Die  Schlußspalten  der  Tabelle,  die  den  Mietausfall  auf  die
gleichzeitige,  also  achtmonatliche  Mieteinnahme  Umschlägen,  lassen ­
  zwar  eine,  bei  der  Kleinheit  der  Zahlen  auch  kaum  zu  erwartende, ­
  durchgängige  Regelmäßigkeit  nicht  erkennen,  immerhin ­
  zeigen  sie  bei  den  Wohnungen  einen  zunehmenden  Anteil  des
Mietausfalls  mit  wachsender  Zahl  der  Mietparteien,  bei  den  Geschäftslokalen ­
  dagegen  eine  auffällig  starke  Belastung  der  Hausgrundstücke ­
  mit  ganz  wenigen  und  andererseits  wieder  mit  sehr
vielen  Mietparteien.  Die  folgende  Umformung  der  Tabelle,
bei  der  die  untersuchten  Grundstücke  nach  der  Zahl  ihrer  Mietparteien ­
  in  vier,  annähernd  gleich  stark  besetzte  Gruppen  zusammengefaßt ­
  sind,  läßt  'diese  Erscheinungen  noch  deutlicher  heraustreten. ­
  Darnach  betrug

bei  einer
Anzahl  der
Mietparteien
von

die  Zahl
der
Grundstücke ­


die  durchschnitt ­
 ­
  Mieteinnahme

eines
Grundstücks ­
  in
adit
Monaten
M

der  dur
ausfall
im
Ganzen
M

chschnittlic
pro  Grün
für  Wc
all
M

he  Mietdstück

hnungen
ein
=  %

der  Mi
Einn
X,  O
1“

etausfall
ahme  be
“  cs
ew  <D
Oh
o

%  der
i  den
ö
CD
§1
cj
Ü

1—3

89

1650

134

56

41,8

4,7

16,9

8,1

4—6

115

2810

214

152

71,0

7,9

7,0

7,6

7—9

121

3111

264

200

75,8

8,2

9,3

8,5

mehr  als  9

88

3693

385

270

70,1

9,1

16,1

10,4

zusammen

413

2836

248

170

68,5

8,0

11,1

8,7

Bei  der  Beurteilung  der  durchschnittlichen  Einnahme  wolle
nicht  übersehen  werden,  daß  diese  dep  Wert  der  Eigentümer-*)

  Die  am  Schluß  des  Textes  besprochene  Aufstellung  des  zwanzigfachen
Hausbesitzers  N.  N.  über  di'e  in  seinen  Grundstücken  während  der  Monate
Juli  1914  bis  Februar  1915  durch  Leerstehen  und  Nicht-Vollzahlung  der
ordentlichen  Miete  einge^retenen  Mietverluste  scheint  diese  Vermutung  zu
bestätigen.  Nach  dieser  Aufstellung  betrug  im  Februar  1915  der  Verlust  durch
Nicht-Vollzahlung  das  2,10fache  des  August-Verlustes,  während  nach  unserer
Textübersicht  die  Zahl  der  notleidenden  Wohnungen  im  Februar  das  2,07fache
der  Zahl  des  August  betrug.  Die  Verluste  durch  Leerstehen  waren  dagegen
gleichzeitig  bei  N.  N.  um  das  2,44fache,  nach  unserer  Textübersicht  für  die
Wohnungen  nur  um  das  2,00fache  höher,  doch  sind  die  Grundzahlen  bezüglich
des  Leerstehens  beiderseits  zu  klein,  um  beweiskräftig  verglichen  werden  zu
können.
            
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