Full text: Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Land- und Forstwirtschaft 
15 
Es umfaßten 1902: 
Wirt- 
ha 
schäften 
% 
mit 
ha 
% 
Bis 
Zu y 2 
62832 
(6,60) 
ft 
26426 
(0,35) 
von 
y 2 -i 
81039 
(8,50) 
72757 
(0,93) 
1—2 
147900 
(15,20) 
237029 
(3,01) 
2—3 
131630 
(13,60) 
337000 
(4,30) 
u 
3—4 
172446 
(17,90) 
„ 
631964 
(8,08) 
4—5 
148717 
(15,40) 
ft 
711033 
(9,08) 
5—7 
131145 
(13,50) 
ft 
743486 
(9,50) 
7—10 
45230 
(4,70) 
n 
393950 
(5,05) 
10—50 
36318 
(3,70) 
tf 
695953 
(8,89) 
>y 
50—100 
2405 
(0,26) 
tf 
166847 
(2,12) 
100—500 
3314 
(0,41) 
tf 
816385 
(10,43) 
u 
500—1000 
1122 
(0,13) 
tt 
803084 
(10,26) 
1000—3000 
771 
(0,09) 
ft 
1236420 
(15,80) 
3000—5000 
112 
(0,01) 
tt 
434367 
(5,55) 
„ 
über 5000 
66 
(0,00) 
tt 
520095 
(6,65) 
Zusammen: 
965047 
(100) 
7826796 
(100)*) 
Auf einen Großgrundbesitzer entfielen im Mittel .... 1900 ha 
Auf einen Großbetrieb 700 „ 
Auf einen mittleren Betrieb 22 „ 
Auf eine Bauernwirtschaft 3 „ 
Die Landwirtschaft hat daher in Rumänien einen ausgespro 
chenen Latifundiencharakter, der durch die Art des Betriebes noch 
verschärft wird. In eigener Regie wirtschaftet nämlich nur ein 
Bruchteil von 39 % der Großgrundbesitzer und die Verwaltung der 
Krondomänen, welche Fachleute verwendet und einen rationellen 
Betrieb angebahnt hat. Auf den übrigen 61 % des Großgrund 
besitzes wird der wildeste Raubbau von 2792 Pächtern getrieben, 
von denen 420 Juden und 406 landfremd sind. In der Moldau 
überwiegen die jüdischen Pächter, in der Walachei sind die Pächter 
meist Griechen, Armenier und Bulgaren. In der Moldau wird 
die Wirtschaft insofern systematischer betrieben, als die Pächter 
mit größeren Kapitalien arbeiten, eigenes Vieh halten und land 
wirtschaftliche Maschinen in größerem Umfange verwenden. Auch 
ist die Kultur mannigfaltiger. Der Boden wird besser bearbeitet 
und hie und da gedüngt. In der Walachei dagegen entbehren die 
Güter aller Anlagen, Einrichtungen und Werkzeuge und werden 
auf Teilung oder gegen fixe Naturalleistungen Bauern überlassen, 
welche sie unter Verwendung des Saatkorns des Besitzers mit ihrem 
*) Vgl. Anuarul statistic al Romäniei 1909, VIII, S. 211 f.
	        
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