Full text: Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Bergbau 
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Monopol. Die Salzbergwerke wurden früher durch Sträflinge be 
trieben; doch wird seit 1894 mit diesem System allmählich aufge 
räumt. Die Produttion schwankt zwischen 110000 und 150000 Ton 
nen jährlich und betrug 1914/15 141392 Tonnen. Hiervon werden 
% im Lande verbraucht und % ausgeführt. Der Verbrauch im 
Inlands brachte dem Staate 9680603 Lei ein, der Verkauf an das 
Ausland 8040409 Lei. 
Das Petroleum kommt in großen Mengen in der Kreide 
und im Tertiär vor. Im letzteren ist es besonders reichlich und 
bildet nach der Landwirtschaft die nächstgrößte Einnahmequelle des 
Landes. Hat doch sein Ertrag 1913 die Summe von 81337127 Lei 
erreicht. Die Hauptfundorte sind in der Walachei Campina, 
Baicoiu, Tärgoviyte, in der Moldau Moineyti, Ca.^ir. Die Ge 
winnung erfolgt durch Schachte und Bohrlöcher. Die Anzahl der 
Schachte ist von 4459 im Jahre 1906/7 auf 1466 im Jahre 1912/13 
gesunken, dagegen jene der Bohrlöcher von 1059 auf 1440 gestiegen. 
97 gehören dem Staate, 1343 Privaten, darunter 65 Aktiengesell 
schaften mit einem investierten Kapital von rund 440000000 Lei. 
659 Bohrlöcher lieferten einen Ertrag, 781 nicht. Alber die Ent 
wicklung der Petroleumindustrie im Jahrfünft 1908/09—1912/13 
gibt die nachstehende Tabelle Aufschluß*). 
Jahr 
Staatsbetrieb 
Privatbetrieb 
Zusammen 
Ertrag in kg|ffitI8f infiti 
Ertrag in kg 
Erlös in Lei 
Ertrag in kg 
(Erlös in Lei 
1908/09 
1909/10 
1910/11 
1911/12 
1912/13 
150921779 
123855747 
112137567 
288605291 
201866123 
5229808 
4042388 
3742788 
9022276 
7606298 
988346640 
1232010788 
1214357723 
1336513567 
1696686292 
38669950 
41583156 
35908331 
40274080 
73730829 
1139268419 
1355866535 
1326495290 
1625118858 
1898564415 
43899758 
45625544 
39651119 
49296356 
81337127 
Das Erdgas, welches im Anschlüsse an Petroleum vorkommt, 
wird in größerem Maße erst seit. 1910 ausgebeutet. Die Ausbeute 
betrug 1910 32700012 cbm im Werte von 566900 Lei und 1911 
69945352 odm im Werte von 1189065 Lei. 
Von Kohle werden in Rumänien drei Arten gefunden und 
zwar Anthrazit (in Schela), Braunkohle (Glanzkohle in Asäu und 
Dermane?ti und gewöhnliche in Bahna, Comane^ti usw.) und Lignit, 
der in seiner Struktur sich demHolze nähert und ein nahezu zusammen 
hängendes Flöz vom Kreise Mehedinft bis zum Kreise Suceava 
*) Buletinul statistic al Romäniei, XII, Nr. 38—39.
	        
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