-H8 Arbeitslohn und Uaxital. Buch I.
Ausdrucks festzusetzen, der in der Hauptsache ganz verständlich ist —
einein gewöhnlichen Begriff eine bestimmte, d. h. in ihren Umrissen
scharfe und klare Form zu geben.
wenn man die verschiedenen Gegenstände der Güterwelt, die zu
einer gegebenen Zeit in einem Lande vorhanden sind, einem Dutzend
intelligenter Leute zeigen würde, die nie eine Zeile Nationalökonomie
gelesen haben, würden sie schwerlich bei irgendeinem Stücke verschie
dener Meinung darüber sein, ob es zum Kapital gerechnet werden müsse
oder nicht. Das Geld, welches der Eigentümer im Geschäft oder zur
Spekulation braucht, würde zum Kapital gerechnet werden, Geld für
Haushaltungs- oder persönliche Ausgaben dagegen nicht. Der Teil
der Ernte eines Landwirts, der zum Verkauf oder zur Aussaat oder
zum Unterhalt feinerArbeiter bestimmt ist, würde zum Kapital gerechnet
werden, der zum Verbrauch seiner Familie bestimmte nicht, sdferde
und wagen eines Lohnkutschers wären zum Kapital zu rechnen; die
zum vergnügen ihres Besitzers gehaltene Equipage nicht. So würde
niemand daran denken, das falsche Haar auf dem Kopfe einer Frau,
die Zigarre im Munde eines Rauchers oder das Spielzeug eines Kindes
zum Kapital zu rechnen; aber derBestand eines Friseurs, eines Zigarren
oder Spielwarenlagers würde ohne Zaudern dem Kapital beigezählt
werden. Einen Rock, den ein Schneider zum Verkauf gemacht hat,
würde man als Kapital ansehen, aber den zu seinem eigenen Gebrauch
gemachten nicht. Nahrungsmittel im Besitz eines Gastwirts oder
Restaurateurs würden dem Kapital zugezählt werden, nicht aber der
Inhalt der Speisekammer der Hausfrau oder des Frühstückskorbes
des Arbeiters. Roheisen in den Händen des Schmelzers, Gießers oder
Händlers würde als Kapital betrachtet werden, das als Ballast einer
Lustyacht dienende Eisen nicht. Die Blasebälge eines Schmieds, die
Webstühle einer Fabrik wären Kapital, nicht aber die Nähmaschine
einer Frau, die nur für sich arbeitet; ein Mietshaus oder ein zu ge
schäftlichen oder produktiven Zwecken benutztes Gebäude ist Kapital,
die eigene Wohnstätte nicht. Kurz, ich glaube, wir würden finden,
daß jetzt, wie zur Zeit Adam Smiths, „der Teil von jemandes ver
mögen, von dem er ein Einkommen erwartet, fein Kapital genannt
wird". Und wenn wir feinen unglücklichen Schnitzer hinsichtlich der
persönlichen Eigenschaften beiseite lassen und seine Aufzählung des
Geldes etwas modifizieren, ist es zweifelhaft, ob wir die verschiedenen
Gegenstände des Kapitals besser verzeichnen könnten, als es Adam
Smith in der zu Anfang dieses Kapitels angeführten Stelle tat.
iwenn wir jetzt, stach Trennung der Güter, die Kapital find, von
den Gütern, die nicht Kapital find, den Unterschied zwischen den beiden
Klassen betrachten, so werden wir denselben nicht, wie man ihn vergebens
zu ziehen versucht hat, in der Beschaffenheit, den Fähigkeiten oder der
schließlichen Bestimmung der Dinge selbst finden, sondern, wie mir