Anhang.
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aufgehtI Diese Wertkunde tritt innerhalb der „Wertlehre“ selber nicht
in völliger Reinheit auf, weil sie, bei der gänzlichen Unaufgelöstheit
der logischen Beziehungen, in der mannigfachsten Weise mit den Er
gebnissen der Wertforschung untermischt ist Und sie tritt innerhalb
der „Wertlehre“ immer nur die letzteren Ergebnisse begleitend auf,
w eil eben unter der Herrschaft der herkömmlichen Anschauung in erster
Linie das stille Walten des Wertgedankens sich geltend macht.
Es liegt klar am Tage, daß die Ergebnisse der Wertkunde, einer
Forschung, die unabhängig vom Wertgedanken vorgeht, gerade des
halb unberührt von der Kritik bleiben, die hier am Wertge
danken geführt wird, aber der Selbstbesinnung der Wertforschung
dienen soll.
Es sind wenige „Werttheorien“, die nichts von Wertkunde in sich
schließen (z. B. Meng er, Li ndwurm u. a.). Dagegen ist es wieder
eine einzige Theorie, die in Wertkunde so gut wie aufgeht: Eine
»Werttheorie“, von der nur eine eingehende Analyse zeigen könnte,
daß auch sie nebeneinander die Naive Wertfrage und ihre Zusatz-
ra S e zu beantworten sucht, während es den lebhaften Anschein ge-
winnt, als würde sie einfach nur der Frage Antwort stehen: Was alles
eu tet das Wort „Wert“ bei seinen mannigfachen Verwendungen in
er Wissenschaft, in Gesetzen usw. ? Diese „Werttheorie“, deren Sonder
stellung gegenüber allen übrigen zu ihrer vielfachen und argen Ver-
ennung den Anlaß geliefert hat, ist jene F. J. Ne um an ns.
Neumann spricht sozusagen das Leitmotiv seiner Untersuchungen
nur WCnn er sa 2 t: »Halten wir fest im Auge, daß in der Wissenschaft
läftr'k 6 ^sonders wichtigen, wegen eingebürgerten Gebrauches uner-
a en Auffassungen des überaus vieldeutigen und schwankenden
S i r 1 " ”W e rt“ Anerkennung verdienen“. (Grundlagen, Tübg. 1889,
fassun" e ^ enso i Q Schönbergs Handbuch.) Unter diesen „Auf
kreuz ^ Cn ZU s i c Ften, und sie ebenso vollständig als gewissenhaft
setze UnC * ? Uer ^ urc b den Sprachgebrauch der Wissenschaft, der Ge-
sich der W ^ W ^ ssensc haftbcher Strenge festzustellen, darum bemüht
des letet eumannsc he „Beitrag zur Wertlehre“, und darin liegt auch
begreif]- eminent praktische Bedeutung; die es, nebenbei gesagt,
werk l< fr maC ^ t ‘— entgegen der bezüglichen Einrede v. Böhm-Ba-
geradedi F ^ ndzüge us w. Hild.-Conrads Jahrbuch, 1886, S. 3) — wenn
gefunde 'l^ Us ^krungen Neumanns im .erwähnten Handbuche Platz
zerf 11 a en ’ We d eben mit ihnen weniger ein Vertreter der in sich
V enen und zerfahrenen Wertforschung, als vielmehr der berufenste
2 W r f tCr dcr e (£entlich neutralen und dabei gerade für informatorische
ecke sehr wichtigen Wertkunde zum Wort gekommen ist!