Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes“,

entweder  selbst  als  „Grundbegriffe“  ansehen,  oder  dafür  angesehen
wissen.
Diese  Aufzählung  könnte  nicht  vom  Herkommen  getragen  sein,
wenn  sie  nicht,  annähernd  wenigstens,  in  der  gleichen  Weise  vollzogen
würde.  Tatsächlich  steht  sie  nur  im  Runden  und  Rohen  fest;  im
einzelnen  wechselt  sie  von  Person  zu  Person.  Ich  gebe  hierzu  einer
Stelle  das  Wort,  die  zwar  nicht  genau  in  diesen  Zusammenhang  stimmt,
ihren  Platz  aber  doch  ausfüllt:
„Der  eine  Schriftsteller  handelt  von  diesen,  der  andere  von  jenen  Grundbegriffen; ­
  hier  werden  etwa  Wirtschaft,  Gut,  Bedürfnis,  Wert,  Einkommen,
Reichtum  definiert;  dort  fehlen  die  Erörterungen  über  Reichtum  und  Einkommen, ­
  während  die  über  Vermögen,  Kapital  und  Arbeit  noch  hinzutreten.
.  .  .  Lohnte  es  sich  der  Mühe,  so  könnte  eine  „Statistik“  der  Grundbegriffe
den  Beweis  erbringen,  daß  sowohl  hinsichtlich  des  Bestandes  wie  der  Anordnung
nichts  weniger  als  Übereinstimmung  herrscht.“
H.  Dietzel,  Theoret.  Sozialökonomik,  in  Wagner,  Lehr-  und  Handbuch, ­
  i.  Bd.,  S.  147.
Hier  wird  auch  das  Schwanken  in  der  Reihenfolge  tadelnd  hervorgehoben. ­
  Das  berührt  offenbar  schon  die  Natur  und  die  gegenseitigen
Beziehungen  des  Aufgezählten,  das  letztere  so  genommen,  wie  es  der
Aufzählende  meint.  Um  diese  Dinge  handelt  es  sich  vorläufig  noch
nicht.  So  kann  es  auch  erst  später  klar  werden,  wie  die  Aufzählung
nach  ihrem  Wortlaut  zwar  von  einem  Forscher  zum  anderen  wechselt,
dabei  aber  trotzdem  einen  einheitlichen  Bezug  aufrechterhält.  Es  wird
sich  eben  zeigen,  daß  alle  Worte,  die  in  die  wechselnden  Aufzählungen
eingehen,  und  in  diesen  nicht  gleichmäßig  wiederkehren,  von  einem
gemeinsamen  Band  umschlungen  sind.  So  kommt  es,  daß  wir,  rein
der  Tatsache  nach,  den  Wechsel  in  der  Aufzählung  recht  wenig  empfinden. ­
  An  dem  grundsätzlichen  Verhältnis,  wie  es  die  Kritik  allein
im  Auge  behält,  ändert  Dies  natürlich  nichts.
So  steht  also  neben  der  Bezeichnung  „Grundbegriffe“  die  Möglichkeit, ­
  das  so  Bezeichnete  ohne  weiteres  aufzählen  zu  können.
Offenbar  ist  schon  daraus  die  ruhige  Sicherheit  verständlich,  mit  der
in  der  Nationalökonomie  der  Ausdruck  „Grundbegriffe“  verwendet
wird.  Im  gewöhnlichen  Lauf  der  Dinge  wird  man  es  keinem  Nationalökonomen ­
  verargen  können,  wenn  er  sich  dieses  Ausdruckes  ganz
unbefangen  bedient:  weil  er  ja  das  so  Bezeichnete  jederzeit  aufzuzählen
vermag,  und  sich  in  der  Aufzählung  mit  seinesgleichen  so  ziemlich
eins  weiß  1  Ebenso  zweifellos  ist  die  Kritik  in  ihrem  guten  Recht,  wenn
sie  etwas  zudringlicher  fragt,  ob  denn  jene  allgemeine  und  vom  Her ­
            
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