Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Herrschaft des Wortes“, 
soll denn eine Bezeichnung „Grundbegriffe“ unmittelbar mit einem 
Verhältnisse der bloßen Worte zu schaffen haben -— so klar es anderer 
seits ist, daß sie mittelbar Bezug darauf nimmt. 
In der Tat, nach ihrem Wortlaut gerechnet, erklärt die Be 
zeichnung schon den Tatbestand der Eingeborenen Fachausdrücke. 
Man kann von „Begriffen“ nicht reden, ohne auf das nähere Verhältnis 
von Worten zu unserem Denken einzugehen. Redet man aber von 
„Grundbegriffen“, dann mag dies wie immer zu verstehen sein: jeden 
falls soll da eine bestimmte Art von „Begriffen“ hervorgehoben werden, 
und dies antwortet dann auch einer besonderen Rolle, von den Worten 
gespielt, denen sich diese „Begriffe“ verknüpfen. 
Man darf eben nicht übersehen, daß vom Boden der herkömm 
lichen Anschauungen aus der Ausdruck „Grundbegriffe“ durchaus 
keiner Erklärung dienen soll. Da sieht man die vielberufenen Worte 
ganz unmittelbar dafür an, daß mit ihnen die „Grundbegriffe“ gegeben 
seien. Die vergleichsweise Vielverwendung dieser Worte scheint dann 
als eine selbstverständliche Folge daraus übersehen zu werden. 
Jedenfalls wird mit ihr kein Tatbestand für sich erfaßt. Dazu muß 
man erst heraustreten aus den Gewohnheiten des fachlichen Denkens, 
und lauter Dinge sachlich würdigen, die sonst viel zu nahe liegen, um 
nicht die Bäume zu spielen, vor denen man den Wald nicht sieht: 
eben die Artgemeinschaft der Eingeborenen Fachausdrücke. 
Diesen Tatbestand wollen auch die Forscher keineswegs erklären, 
die über Sinn und Geist der Bezeichnung „Grundbegriffe“ aussagen; 
sie legen sich einfach Rechenschaft darüber ab, was es in sich schließt, 
daß mit diesen Worten die „Grundbegriffe“ gegeben seien. Auch 
widersprochen wird dem Gebrauche dieser Bezeichnung nie in der 
Absicht, die bessere Erklärung eines Tatbestandes beizubringen. Man 
sucht es nur geradeaus zu verfechten, daß mit jenen Worten nicht 
„Grundbegriffe“, sondern „Grunderscheinungen“, oder „Grundtat 
sachen“ gegeben seien. 
Im Geiste des fachlichen Denkens besagt also der Ausdruck 
„Grundbegriffe“ die ein wörtliche Aussage über einen Sachverhalt, der 
seine Erklärung schon in sich trägt. Die Forscher, die diese ein 
wörtliche Aussage „Grundbegriffe“ zu einer vielwörtlichen erweitern, 
indem sie darüber Aufschluß geben, was sie unter diesem Ausdrucke 
denken, bleiben den herkömmlichen Anschauungen in der Form und 
in der Sache treu. Für den Teil der Form gilt dies auch von jenen 
Forschern, die einem Gebrauche dieses Ausdruckes widersprechen. 
Sie wollen die Aussage über einen Sachverhalt, der sich selber Er
	        
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