Haushalten und Unternehmen, IV.
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So preßt also das Gedränge unserer Wünsche ein neues Streben
empor. Dort, der Formel des Wertens gemäß, war es Parade, hier ist
es Ausfall gegen die Not. Das persönliche Gebaren, das hier unter
legt, erschöpft sich nicht in einem bloßen Schlichten: es ist selber einem
Handeln gut, aus der Not geboren. Ich will A, und B, und C, und
H, usf., und mit dem Streben, alle anderen Streben erfüllbarer zu machen,
er gibt sich mir weiter ein Streben M. Dieses M wird jener A, B, C,
D halber erstrebt; die letzteren aber sollen dem M zu Dank erfüllbarer
werden. So kommt es im tatsächlichen Verlauf dazu, daß sich das er
füllende Handeln dort, und das erfüllende Handeln hier, abermals in
wechselseitigerBedingnis vollzieht. Dieser unpersönliche Hergang,
rmt dem eine bestimmte Vielheit von Handlungen deshalb in seitlichen
Zusammenhang gerät, weil die bessere Erfüllbarkeit der übrigen Streben
nun se lbst zu einem Streben geworden ist, sei Werben genannt. Aber
mals bezieht sich der Name dieser Formel nicht auf das persönliche Ge-
aren• letzteres wäre hier das werbende Handeln; als Schema seiner
ollziehung das „Erwerben“, im Erfolge der „Erwerb“. Das Werben
er tritt nur rein tatsächlich mit dem werbenden Handeln ein, im
ne eine r weiteren Spielart des Zusammenhangs im Handeln.
Ein Wort dazwischen. Wenn ich diese Hergänge im Handeln
« erten“ und „Werben“ nenne, dann will ich natürlich dem Gewissen
C f ^P rac he treu bleiben; ich wähle als Name das Wort aus, dessen
^ Klang mit der geschilderten Sache einen Akkord gibt. Aber
erst C lldemn e bleibt völlig unabhängig von dem Worte; dieses tritt
^ nac hher als Name des Geschilderten hinzu. Das letztere ist daher
ln keiner Weise an das Wort gebunden. Wenn Ihnen also die
oder r s nen ^ amen n * c ht gefallen, nennen Sie jene Hergänge wie immer;
Her ^ netlnen s ' e überhaupt nicht, sprechen einfach von „Hergang I“,
r h' So liegen hier einmal die Dinge; Sie können die Namen
Die^ We ^ asen , und von der Sache fliegt nicht ein Stäubchen mit.
in ' rU ^ ^ er entwickelnden Schilderung, und diese wurzelt
einem Gedankengange, der an keiner Stelle an der Deutung
die d' S Vere ‘ nze ken Wortes hängt. Denkt man also die Namen,
•jy. lenen den Worte hinweg, so verharrt trotzdem die Schilderung, als
nitf^ ^ ^ aChe ‘ ihr auch die Möglichkeit einer Defi-
„ einer Definition aber, die wohl hinterher bereit ist, den zu
vor Cn ^ atnen zu erklären, die keineswegs aber von Haus aus ein
wir^n^ 6 ^ 61168 ^ ort zu Leuten sucht. Vor der Welt des Handelns sollten
Vor'd' 0 * 1 am a ^ erwen igsten die Worte gleichsam als Natur behandeln,
es nu'^ die nichts als die Nachschöpfung unseres Ichs ist, ist
ur ie Gewohnheit, die unser Denken dem Worte verpflichtet;