Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes“,

sicht,  daß  da  überall  Geschehen  in  einer  Gliederung  wiederkehrt, ­
  die  diese  Wiederkehr  verbürgtl  Darin  sind  die
höheren  Formeln  sämtlich  enthalten,  nur  eben  unentwickelt.  Es  verrät
sich  da  in  tieferem  Sinne,  daß  bloß  noch  die  letzte  Hand  anzulegen
bleibt.  Der  lange  Anfang  hat  also  Vorarbeit  erschöpfend  geliefert.
Mehr  aus  anderen  Gründen  bedarf  es  noch  eines  langen  Schlusses.
Je  unabhängiger  nämlich  der  Schluß  vom  Anfang  bleibt,  desto
schwerer  wiegt  auch  der  Einklang  zwischen  beiden!  Ich  leite  also
die  höheren  Formeln  nicht  aus  jener  Einsicht,  sondern  aus  Erwägungen
ab,  für  die  uns  abermals  der  Mutterwitz  zum  Führer  werden  soll.
Es  bewährt  sich  dann,  daß  auch  diese  Formeln  ein  Ersatz  für  Anschauungen ­
  sind,  die  uns  allen  zu  Gebote  stehen.  Allein,  auch  in
diesem  Punkte  gilt  es  eine  Vorarbeit,  die  auf  alle  Fälle  nötig  wäre:
Ich  muß  nämlich  den  höheren  Formeln  ihre  Ehre  als  Gemeinplätze ­
  erst  retten.  Zu  leicht  könnte  es  scheinen,  daß  ihr
Inhalt  eine  theoretische  Klügelei  sei,  die  ich  unserer  Alltagskenntnis
aufhalse.  Diesem  falschen  Anschein  muß  ich  vorbauen.  Handelte  es
sich  um  keine  Gemeinplätze,  dann  läge  auch  keine  Lösung  unseres
Problems  mehr  vor.  Über  jene  einfachen  Formeln  hinaus  stünde  daher
alles  in  Frage.
Die  Schuld  trägt  ein  eigentümlicher  Kleinmut,  der  unser
Denken  leicht  befällt,  wo  es  mit  Zuständlichen  Gebilden  zu  tun
bekommt.  Zu  Diesen  verhält  sich  zunächst  unsere  Person  in  verschiedener ­
  Weise.  Mißt  man  an  ihrer  Menge,  dann  sind  es  nur  wenige,
in  die  unser  eigenes  Handeln  eingegliedert  erscheint.  Bei  ihnen
spielen  wir  gleichsam  im  Stücke  mit;  gelegentlich  nur  als  Statisten.
Für  den  erdrückenden  Rest  sind  wir  bloße  Zuschauer.  Danach
steht  unsere  Person  bald  „drinnen“,  bald  „draußen“!  Eigentlich  gilt
etwas  Ähnliches  gegenüber  allen  Gegenständen  der  Schicksalswelt;
für  die  Zuständlichen  Gebilde,  die  ich  nun  allein  im  Auge  behalte,  noch
am  meisten.  Sie  besonders  stellen  auch  das  „Körperliche“  jener  Welt
dar,  und  so  rechtfertigen  sich  derlei  räumliche  Bilder.  Ich  wende
sie  auch  für  das  zweifache  Verhältnis  an,  das  für  unser
Denken  gegenüber  den  Zuständlichen  Gebilden  gilt.
Soweit  wir  nämlich  unvermögend  wären,  ein  Gebilde,  das  uns  zunächst
mit  seinem  Namen  gegeben  ist,  in  seinen  Zusammenhängen  zu  durchschauen, ­
  es  also  richtig  zu  verstehen,  soweit  stünde  unser  Denken
gleichsam  im  „Außen“;  für  den  gegenteiligen  Fall  im  „Innen“.
Dieser  Wechsel  hängt  nicht  immer  daran,  ob  unsere  Person  in  Bezug
auf  ein  solches  Gebilde  „drinnen“  oder  „draußen“  steht.  Als  Statisten
können  wir  persönlich  „drinnen“  stehen,  unser  schlechtberatenes
            
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