Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes' 1 ,

dem  im  Gefüge  seiner  Einheiten;  sie  ist  eine  „organische“.
Mit  jenen  Einheiten  ist  also  je  ein  richtiger  Träger  der  Entwicklung
da.  Es  wandeln  sich  nicht  schlechthin  Zustände,  es  istZuständliches
da,  das  sich  entwickelt,  und  entwickelt,  indem  sich  das  Gefüge
umbildet,  kraft  dessen  für  jeden  beliebigen  Zeitpunkt  ein  starres  Gebilde ­
  da  scheint.  Man  darf  daher  sagen,  es  stelle  sich  unserem  Denken
eine  solche  erlebte  Einheit  des  Handelns  als  ein  Zuständliches  Gebilde ­
  dar  —  obwohl  sie  nichts  ist,  als  eine  bloße  Strömung  im  unendlichen ­
  Meere  des  Handelns.  Mit  dem  Bilderbuche  unserer  Beispiele
scheint  sich  dieser  Nachsatz  nicht  gut  zu  vertragen;  ich  komme  darauf ­
  zurück.
Selbst  zur  Not  ist  nicht  alles  gesagt,  aber  Mühe  hat  es  genug
gekostet.  Er  muß  leider  mit  viel  Worten  ausgekämpft  werden,  der
Kampf  gegen  das  Wort.  Besonders  auch  hier.  Ein  anderes  ist  eben
die  Erklärung,  wie  etwas  geschieht,  und  ein  anderes  die  Tatsache,
daß  es  geschieht.  Jene  Inhalte  in  sich  zu  schließen,  das  macht
unserem  Denken,  sei  es  das  rückschauende,  sei  es  das  lebendige,  nicht
die  geringste  Mühe!  Dazu  sind  wir  die  Fachleute  des  täglichen  Lebens.
Unser  Denken  hat  sich  in  solchen  Stückchen  geübt,  weil  mit  unseren
Handlungen  wir  Alle  und  sogar  in  einer  Mehrzahl  solcher  Gebilde
mitten  inne  stecken;  als  Beteiligte,  als  Zuträger  des  eingegliederten
Handelns.  Und  so  dürfen  wir  es  abermals  von  unserer  Alltags  -
k  e  n  n  t  n  i  s  erwarten,  daß  sie  uns  in  den  Stand  setzt,  jeweilig  die
Gliederung  dieser  Einheiten  zu  durchschauen.  Genau  so,
wie  uns  kraft  dieser  Kenntnis  der  Zusammenhang  zwischen  einzelnen
und  bestimmten  Handlungen  klar  wird.
Auch  dafür  leben  Anschauungen  in  uns,  die  uns  im  Wege  des
Handelns  für  den  Dienst  des  Handelns  zufallen.  Und  erst  durch  sie
ist  uns  über  das  massenhafte  Geschehen,  über  den  Alltag,  Gewalt  verliehen. ­
  Ersetzen  wir  sie  durch  Formeln,  dann  sind  es  recht  eigentlich
die  Formeln  zur  Erkenntnis  des  Alltäglichen  1  Unter  ihnen  jene  bedeutsamen ­
  zwei,  die  gerade  in  herkömmlicher  Denkart  für  die  Nationalökonomie ­
  von  ausnehmendem  Belang  scheinen.  Daher  habe  ich  Diese
in  der  Aufschrift  genannt.  Über  ihren  Namen  soll  es  zu  diesem  vorläufigen ­
  Austrag  kommen,  zwischen  dem  herkömmlichen  Vorgang  auf
der  einen,  dieser  Art  Vorgehen  auf  der  anderen  Seite.
Hier,  inmitten  so  vieler  Umschweife,  fällt  wohl  ein  scheeles  Licht
auf  mein  Vorgehen.  Seine  Eigenart  gipfelt  wirklich  nicht  darin,  über  alles
mögliche  zu  reden,  nur  nicht  über  die  Sache.  Halten  wir  doch  Wort
und  Sache  auch  da  hübsch  getrennt  1  Die  Worte  „Haushalten“  und
„Unternehmen“,  die  lassen  freilich  noch  auf  sich  warten.  Die  gehören
            
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