Full text : Wirtschaft als Leben

Haushalten  und  Unternehmen,  VII.

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Verflechtung,  im  Walten  generalisierender  und  isolierender  Abstraktion,  ausgelöst ­
  haben.  Wie  man  dort  mit  „letzten  Körpern“,  müßte  man  hier  mit
„letzten  Empfindungseinheiten“  arbeiten,  mit  „Geisterchen“.  Auch  in  diesem
ausmalbaren  Jenseits  der  Erfahrung  hört  der  „Parallelismus“  der  Erscheinungen ­
  nur  im  Wege  des  Selbstbetruges  auf.  Freilich,  diese  „Geisterchen“
wären  als  etwas  ebenso  Minimalstes  zu  denken  wie  die  „Atome“.  Es  ist  also
verzeihlich,  wenn  sich  unser  Denken  in  so  niedlichen  Dingern  vergreift,  und
das  Spiel  der  bloßen  Empfindungen,  hinter  dem  diese  „Geisterchen“  ihr
Wesen  trieben,  gleich  für  das  Spiel  der  „Gehirnatome“  ansieht.  Einfachheit
geht  unserem  Denken  stets  über  Erkenntnis.
Ziehen  wir  nun  den  Vergleich,  so  ergibt  sich  im  ganzen  ungefähr  das
Folgende.  Das  zeitgebärende  Urgeschehen  am  Ich,  die  einander  ablosenden
Empfindungen,  versetzen  wir,  indem  wir  zu  denken  suchen,  in  einer  zweifachen ­
  Weise  „hinaus“;  (bei  der  Selbstbeobachtung  „fingieren“  wir  bloß  das
„hinaus“,  wir  trennen  uns,  denkend,  entweder  von  unserer  Person,  oder  von
unserem  „Körper“,  oder  von  unserem  Empfinden).  Entweder  versetzen  wir
es  als  Naturgeschehen  „hinaus“,  oder  als  Handeln.  Im  ersteren
Falle  kommt  unser  Denken,  das  nur  vom  Zusammenhang  lebt,  bloß  aus
eigenstem  Hinzu  tun,  im  Sinne  der  Verallgemeinerung,  zu  weiterer  Bewegung. ­
  Damit,  daß  unser  Denken  zunächst  ohne  Fühlung  mit  dem  „Hinausversetzten“ ­
  bleibt,  weil  es  Zusammenhang  erst  hineinbringen  muß,  erscheint
uns  die  Natur  als  das  fremd  und  abgerissen  Gegebene,  als  ein  V  o  r  g  e  -
gebenes.  Hier  können  wir  immer  nur  „begreifen“;  in  rein  logischer
Ausbeutung  der  Verallgemeinerungen,  die  unser  Denken  erst  geschaffen  hat.
Das  Handeln  aber  ist  von  Haus  aus  das  in  eitel  Zusammenhang  „Hinausversetzte“. ­
  Deshalb  ist  uns  die  Welt  des  Handelns,  mit  der  unser  Denken
niemals  die  Fühlung  verliert,  das  schlechthin  Gegebene.  Hier  durch  -
blicken  wir  Zusammenhänge,  die  unserem  Denken  gegeben  sind,  ohne  daß
es  eines  Hinzutuns  der  Verallgemeinerung  bedürfe.  Hier  sind  wir  also  im
Rechte,  wenn  wir  den  Zusammenhang  selber  „hinaus“  versetzen.  Weil
wir  ihn  zugleich  aber  denkend  beherrschen,  ihn  durchblicken,  „verstehen“
wir.  In  dieser  Art  steht  unsere  Erkenntnis  in  bezug  auf  die  Welt  des
Handelns  im  „Innern“,  in  bezug  auf  die  Natur  jedoch  im  „Außen“.
Dieses  „Außen“  darf  übrigens  nicht  so  aufgefaßt  werden,  als  ob  uns
hier  der  Blick  „i ns  Innere  der  Natur“  fehlen  würde.  Die  Natur  ist  überhaupt ­
  nur  so  für  uns  da,  daß  unsere  Erkenntnis  einmal  auch  im  „Außen“
steht!  Es  hängt  dies  mit  der  Verwahrung  zusammen,  als  ob  auch  „Natur“
und  „Welt  des  Handelns“  nichts  als  „Gebiete“  wären,  die  wir  „hinaus“  versetzen. ­
  „Gebiete“  sind  es  im  praktischen  Sinne,  weil  hier  zu  einer  Arbeitsteilung ­
  der  Anlaß  geboten  ist.  Um  sie  aber  als  „Gebiete“  im  eigentlichen
Sinne  zu  denken,  müßte  ein  Drittes  vorhanden  sein,  auf  das  wir  sie
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