Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Herrschaft des Wortes“, 
gemeinsam so beziehen könnten, wie etwa die „Geschichte“ und das „Mensch 
heitsleben“ auf die „Welt des Handelns“. Dieses Dritte ist nun im wesent 
lichen Sinne undenkbar. Sobald wir denken, ist eben entweder die 
„Natur“, oder die „Welt des Handelns“ draußen! 
Wenn wir von dem „Innern der Natur“ reden, so rühren wir damit an 
ein „Drittes“, das der Natur nicht anders beigeseilbar ist als der Welt des 
Handelns. Es handelt sich um jenes Undenkbare, das gleichsam noch 
vor dem duldenden Erlebnis steht, und für uns eben nur in der unvoll 
kommeneren Art als Natur, oder in der vollkommeneren Art als 
Welt des Handelns denkbar wird. So könnte man es wenigstens aus- 
drücken. Jedenfalls kommt dieses geheimnisvolle „Dritte“ zu dem Namen 
„Natur“ in gleich irriger Weise wie die „Welt des Handelns“ zu dem Namen 
„Geschichte“. Hier fällt auch in Betracht, daß uns jene unvollkommenere 
Art der „Objektivierung“ unbegrenzt, die andere begrenzt möglich ist. Weil 
es sich jedoch um einen Wechsel in der „Objektivierung“ handelt, so ist 
mit der ersteren Art durchaus nicht jenes „Weitere“ gegeben, dessen „Engeres“ 
mit der letzteren Art gegeben wäre. Man kann eben nur in bildlicher 
Annäherung von einem „Einengen in rechte Grenzen“ reden, das für die 
Welt des Handelns gelten würde. Solche bildliche Annäherungen liegen mit 
den Ausdrücken „Verlegung unseres Ichs“, „Gehalt des Geschehens“ und 
noch mit manchem anderen vor. Das Recht darauf liegt ja offen. 
Man sieht, die Welt des Handelns kommt beide Male um ihren Namen 
zu kurz; gleichsam nach oben, wie nach unten hin. Sie aber hat eines 
Namens bedurft. Jenes geheimnisvolle „Dritte“ nicht, das kann uns voll 
ständig gleichgültig bleiben, am meisten noch für derlei unmaßgebliche Er 
kenntnistheorie, die bloß für den Hausgebrauch einer Wissenschaft 
zugeschnitten ist, bei der Alles darauf ankommt, nie zu vergessen, daß man 
da einer Welt verständlichsten Geschehens gegenübersteht! 
Die letzten Verlängerungen dieses Leitgedankens sind da schon gar neben 
sächlich. Meinetwegen kann man in jenem geheimnisvollen „Dritten“, das 
sich uns bald als Reich der Natur, bald als Reich der Tat offenbart, das 
„Reich der Mütter“ suchen. Da klänge zwar Mystik an, aber endlich einmal 
dort, wo sie hingehört. 
VIII. 
Wenn unser Denken einmal im „Innen“, und dann wieder im 
„Außen“ von Zuständlichen Gebilden steht, so besagt dies eine 
recht harmlose Geschichte. Es hängt einfach daran, wieweit wir von 
jener Welt schlechthin Kenntnis haben, oder diese uns fehlt. Das
	        
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