Full text : Wirtschaft als Leben

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.Die  Herrschaft  des  Wortes“,

Gliederung,  die  jedoch  unbestimmte  Vielheiten  solcher  Tätigkeiten  betrifft. ­
  Nun  erscheint  das  Handeln  mit  jedem  andersgehaltigen  Streben
auch  wieder  anders  in  das  Spiel  anderer  Determinanten  verwickelt.
Wenn  ich  „essen“  will,  ist  mein  Handeln  ganz  anders  durch  „Hunger“,
„Genuß“,  durch  das  „Eßbare“  und  noch  vieles  andere  determiniert,
als  es  z.  B.  dann,  wenn  ich  mich  „verteidigen“  will,  einerseits  durch
das  „Angreifende“,  andererseits  durch  „Wehr  und  Waffen“,  durch
„Zuflucht“  und  „Hilfe“  determiniert  erscheint.  Alle  diese  Ausdrücke
deuten  roh  auf  die  wechselnden  Umformungen  hin,  die  unser
gestaltender  Geist  mit  dem  Geschehen  vornimmt.  Es  ergeben  sich
überall  andere  „Geschehnisse“,  zu  denen  sich  das  Geschehen  vor
unserem  Geiste  stückelt,  überall  andere  „Vorgänge“,  zu  denen  es  verschmilzt, ­
  überall  andere  „Bestände“,  zu  denen  es  erstarrt.  Im  Wechsel
der  Art,  wie  sich  diese  Bildungen  gemäß  des  strebigen  Zusammenhanges ­
  lagern,  passen  sie  sich  immer  anders  „zahnig“  zusammen.
Liegt  nun  einer  ganzen  Fülle  so  gestalteten  Geschehens  eine  Einheit
zugrunde,  dann  bauen  diese  Bildungen  unseres  Geistes  an  dem  stets
eigenartigen  Gefüge  des  Vollwesens,  des  Zuständlichen  Gebildes.
Danach  steht  ein  solches  Gebilde  erst  eigentlich  vor  unserem  Denken;
und  so,  der  Umgliederung  gemäß  auch  sein  Gefüge  umbildend,  wächst
es  vor  unserem  Denken  „körperlich“  durch  die  Zeit.
Nur  in  der  Richtung  dieser  Struktur  läßt  uns  die  Alltagskenntnis ­
  oft  genug  im  Stiche.  Davon  ist  keine  Rede,  daß  unser  urwüchsiges ­
  Denken  solche  Gebilde  überhaupt  nicht  als  Inhalte  in  sich
bergen  könnte.  Wo  bliebe  dann  die  Welt  des  Handelns!  Philosophie
hält  ihren  Bau  nicht  zusammen;  aber  irgendeines  theoretischen
Denkens,  etwa  des  Denkens  der  Nationalökonomie,  bedarf  es  ebensowenig. ­
  Umgekehrt  kann  das  theoretische  Denken  gerade  hier  dem
urwüchsigen  nachhinken;  und  würde  man  auch  in  bezug  auf  diese
Gebilde  dann  von  „bloßen  Vorstellungen“,  von  „Vulgärbegriffen“  reden,
die  erst  der  Theorie  zur  Nachhilfe  bedürften,  so  bewiese  es  nichts
anderes,  als  daß  man  im  buchstabierenden  Denken  an  den  Inhalten
des  urwüchsigen,  lebendigen  Denkens  vorbeigegriffen  1  Das  letztere
ist  eben  der  „erlebten  Körperwelt“  stets  gewachsen,  wo  immer  sein
Beruf  es  verlangt.
Allein,  so  recht  „körperlich“  stehen  vor  unserem  Denken  nur
jene  Gebilde,  die  in  ihrer  Struktur  den  wenigen  ähneln,  denen  unser
eigenes  Handeln  in  nicht  zu  nebensächlicher  Weise  einen  Tribut  zollt.
Wir  sehen  gewöhnlich  nicht  viel  weiter,  als  unser  eigenes  Handeln,
mit  seiner  eigenen  „Technik“,  reicht.  Wo  dieser  Schlüssel  nicht  mehr
sperrt,  kommt  unser  Denken  in  Verlegenheit;  hier  scheidet  sich
            
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