Full text : Wirtschaft als Leben

Ausblicke,  XIV.

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Den  anderen,  den  Gesichtspunkt  der  Macht,  den  hatte  von  jeher  die
Jurisprudenz  in  ihrer  Art  in  Beschlag  genommen.

XIV.
Jene  friedliche,  allein  ernst  zu  nehmende  „Bestimmung  des  Wirtschaftlichen“, ­
  die  schon  für  den  Blick  aufs  Ganze  höchst  verschwommen
ausfällt,  verfängt  erst  recht  nicht  fürs  einzelne.  Nur  ein  Geschehen,
das  ein  auf  Worte  dressiertes  Denken  sich  konstruiert,  wie  es  oben
anzudeuten  war,  kann  sich  fein  säuberlich  als  „wirtschaftliches  Handeln“
von  einem  „Handeln“  anderer  Etikette  sondern.  Lebendiges,  am
Schicksal  webendes  Geschehen,  wie  es  erlebt,  miterlebt,  nacherlebt
Wlr d,  das  spottet  dieser  Etiketten.  Freilich,  die  Worte,  denen  unser
urwüchsiges  Denken  einmal  verkauft  bleibt,  die  kann  man  noch  so
hoch  prellen,  sie  fallen  immer  wieder  auf  die  Beine.  Es  tut  nichts,
Wenn  jene  Scheidung  zwischen  dem  „Wirtschaftlichen“  und  dem  „Gesellschaftlichen“ ­
  versagt,  sobald  man  sie  auf  Einzelheiten  des  erlebten
Geschehens  anwenden  will.  Dort,  wo  sie  sich  abstumpfen  würde,
helfen  ihr  sofort  jene  willkürlichen  „Bestimmungen“  aus,  die  von  vornerein ­
  an  die  Sache  ketten,  was  allein  am  Gesichtspunkte  hängt.  Sie
sind  uns  allen  geläufig;  denn  im  alltäglichen  Denken,  und  auch  sonst
in  schwachen  Augenblicken,  sind  wir  alle  wortgläubig.  Ehe  wir  uns
essen  recht  bewußt  sind,  denken  wir  schon  munter  in  den  „Merkmalen ­
  der  wirtschaftlichen  Handlung“.  Genauer  gesagt,  wir  haben  die
rnpfindung,  dieses  Wort  verwenden  zu  können.  Warum,  darum.
lr  w üßten  uns  keine  Rechenschaft  darüber  abzulegen,  ohne  Theoretiker
v °n  Beruf  zu  werden;  aber  desto  lebhafter  ist  die  Empfindung.  Das
verschwört  sich  zu  einem  so  zähen  Eindruck  auf  unser  Denken,  daß
iiiuu  selbst  mit  ehrlichem  Willen  schwer  dagegen  aufkommt.  Es  wäre
tief 16  ^ e * n ’£keit,  diesen  Vorurteilen  richtig  entgegen  zu  treten.  Zu
! C  haben  sie  sich  in  unser  Denken  eingefressen,  über  der  ewigen  Be-Ma
 rUn ^  m '*  den  Worten,  in  denen  sie  sich  gleichsam  personifizieren.
n  müßte  eine  ganze  Reihe  von  Beispielen  durchsprechen,  und  jedes
^ Zelne  behutsam  entfalten.  Ein  Aufwand,  der  hier  entbehrlich  ist.
er 6  vT- V ° rUrteile  brauchen  nicht  umgerannt  zu  sein,  genug,  wenn  sie
zu  C f  Üttert  sind -  Ähnliches  habe  ich  in  einer  anderen  Richtung  noch
will  Un ’  Um  der  grundsätzlichen  Erwägung  Luft  zu  machen.  Mit  Dieser
Schild 11 ”* 1  Ze *^ en ’  dab  J ene  Scheidung  gegen  die  Aufgaben  der
y  .  ernden  Wissenschaft  verstößt,  und  somit  eine  unzulässige  sei.
er  der  Hinweis,  daß  sie  für  die  Forschung  unbrauchbar  sei;
            
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