Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Grenzen der Geschichte“, 
Problemes anmaßen, die widerspruchsvolle Rolle einer erfahrungs- 
wissenschaltlichen Metaphysik spielen; ich riskiere daher für diese 
Gruppe von Wissenschaften den Namen der Metahistorie. Und 
unverhohlen heißt dies der Katze eine Schelle angehängt, um ihr das 
Mausen metaphysischer Probleme zu legen. Aber auch nicht mehrl 
Denn mit dieser Absonderung der metahistorischen von der histo 
rischen Erkenntnis will ich dem wissenschaftlichen Ernst der geologischen 
und biogenetischen Disziplinen auch nicht im mindesten nahetreten. 
Was ich im Schilde führe, das sind ja nur erkenntniskritische Bedenken 
gegen eine Verquickung der Historie und Metahistorie, eben bei 
jener anscheinend so selbstverständlichen Antwort auf die Frage, was 
man von den realen Ausläufen des historischen Geschehens denken 
soll. Hier aber ist Vorsicht wirklich geboten. Sobald man die meta 
historischen Lehren richtig erfaßt, eine erfahrungswissenschaftlich gültige, 
ja vielleicht die beste Ordnung der räumlichen Dinge in ihnen erblickt, 
so mögen sie von der höchsten wissenschaftlichen Bedeutung sein; und 
meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind sie es auch. Und dabei 
könnten sie trotzdem absolut ungeeignet sein, über die realen Ausläufe 
des historischen Geschehens zu entscheiden. Das gehört eben auf ein 
ganz anderes Blatt! 
Es ist wahr, man braucht nur an das wunderbar überzeugende 
Wechselspiel zu denken, zwischen der Lagerung der Gesteine, ihrem 
Einschluß an Versteinerungen und der ontogenetischen Entwicklung, 
und wird zugeben, daß sich uns der metahistorische Schluß oft mit 
einer Wucht seiner Gültigkeit aufdrängt, die ihresgleichen sucht. Ein 
anderes aber ist die logische Würde einer Disziplin, sagen wir die 
Erkenntniswürde ihrer Ergebnisse, und ein ganz anderes ist der 
Wirklichkeitsgehalt dieser Ergebnisse. Da können doch ganz 
prinzipielle Stufungen gelten, gleich von Haus aus, so daß alle Gunst 
der Schlüsse und aller wissenschaftliche Wetteifer den Unterschied nicht 
mehr auszutilgen, den Vorsprung nicht mehr einzuholen vermag. Ge 
wiß, man kann in Holz sehr solide und man kann in Stein wieder 
sehr schleuderhaft bauen; deshalb sagt Steinbau doch etwas spezifisch 
anderes denn Holzbau. An dieses Gleichnis werden uns die Ergeb 
nisse der kommenden Ausführungen gemahnen. Und abermals ist es 
das Verhältnis zum Geschehen, was sich als der wunde Punkt der 
Metahistorie herausstellt I
	        
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