Full text : Wirtschaft als Leben

Abschnitt  III.

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in  den  Endzustand  überführen  läßt.  Weil  nun  dieser  Reihe  die  Vorgänge ­
  des  Ebnens,  Einritzens,  Eintreibens  und  Abspaltens  entsprechen,
sowohl  ihrer  einzelnen  Natur  als  auch  ihrer  Reihenfolge  nach,  erscheinen ­
  uns  diese  Vorgänge,  kraft  jener  vernünftigen ­
  Erwägung,  zu  einem  einzigen,  fortlaufenden
Geschehen  verflochten;  zu  einer  Handlung,  die  in  der
Schaffung  von  Säulen  ihren  Zweck  und  Erfolg  sieht.
Für  den  inneren  Zusammenhang  in  dem  so  verflochtenen  Geschehen ­
  steht  jene  vernünftige  Erwägung  ein,  die  uns  ohne  weiteres
geläufig  ist,  weil  wir,  als  die  Erkennenden,  zugleich  Denkende  und
Handelnde  sind.  Hinter  dieser  vernünftigen  Erwägung  aber  steht,  als
ihr  letzter  Sinn,  das  logische  Denkgesetz  in  seinen  verschiedenen
Spielarten.  Alles,  was  mit  dieser  vernünftigen  Erwägung
vorgeht,  läßt  sich  in  letzter  Linie  auf  das  Walten  der
logischen  Denkgesetze  reduzieren.  Während  also  die  Metahistorie ­
  ein  Geschehen  interpoliert,  das  uns  vom  Boden  der  Naturgesetze ­
  aus  als  eine  Abfolge  von  Erscheinungen  erfaßbar  ist,  erschließt ­
  die  Historie  ein  Geschehen,  das  wir  vom
Boden  der  logischen  Denkgesetze  aus  erfassen,  als
ein  Geflecht  vernünftigen  Tuns.
Diesen  Gegensatz  könnte  man  nur  zu  leicht  mißverstehen.  Gewiß,
logisch  denken,  das  muß  auch  der  Metahistoriker  beim  Vollzüge
des  Forschens.  Darin  unterscheidet  sich  die  Metahistorie  von  der
Historie  natürlich  nicht.  Wohl  aber  gilt  es  nur  von  dem  Geschehen,
dem  sich  die  Historie  zuwendet,  daß  hier  die  Logik
gleichsam  im  Geschehen  selber  steckt,  daß  sie  zu  dessen
Substanz  gehört,  für  seine  eigenartige  Struktur  den  Ausschlag  gibt.
Der  naheliegenden  Meinung,  als  ob  hier  „teleologische  Erklärung“  eingriffe,
  darf  man  nicht  die  bessere  Einsicht  opfern.  Es  besagt  nicht
eine  besondere  Art  Erklärung  jener  Vorgänge,  wenn  sich  die
letzteren  unserer  Erkenntnis  als  verflochten  darstellen:  in  ihrer  Verflechtung ­
  erscheinen  sie  als  eine  andere  Art  Geschehen! ­
  Die  Verflechtung  selber  erscheint  als  die  eigenartige
Struktur  dieses  Geschehens.
Nehmen  wir  also  an,  daß  in  einem  anderen  Falle  die  Verhältnisse
nicht  so  klar  lägen  wie  in  unserem  Beispiele;  daß  es  fraglich  wäre,
ob  sich  Vorgänge,  die  man  einzeln  aus  den  Tatsachen  herausliest,  in
jenem  Sinne  verflechten  lassen;  dann  besagt  dies  nicht  etwa,  daß  nun
die  „teleologische  Erklärung“  jener  Vorgänge  „hypothetisch“  bleiben
muß.  Es  bleibt  dann  einfach  in  der  Schwebe,  ob  man  aus  jenen  Tat-
            
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