Full text: Valuation, depreciation and the rate base

Erster geschichtlicher Teil 
1701—20 
i721—50 
L751—80 
#871 — 1800 
männlich 
28,66 
27:39 
27,65 
26,61 
weiblich 
26,53 
25,44 
25,64 
25,13 
Dagegen betrug es z. B. in Bayern in den Jahren 1896—07 
bei den Männern 27,4 und bei den Frauen 24,9 Jahre. Hier ist 
kein nennenswerter Unterschied festzustellen. Freilich muß nochmals 
hervorgehoben werden, daß man nicht aus solchen Feststellungen 
für eine einzelne kleinere Stadt allgemeinere Schlüsse für die ganze 
Zeit ziehen darf. Vor allem spielt das Moment der Wanderbewegung 
in seinem Einfluß auf die Eheverhältnisse eine ganz wesentliche 
Rolle. Was wir also über diese Frage wissen, ist recht wenig er- 
giebig. Wir hören nur noch ganz allgemein, daß — genau wie in 
unseren Tagen — bei günstigen wirschaftlichen Verhältnissen die 
Ehehäufigkeit zunimmt, daß also die Bevölkerung in dieser Weise 
unmittelbar auf die Entwicklung des Nahrungspielraumes reagiert. 
d) Die Geburten. Für die Geburtenzahl und Geburten- 
häufigkeit liegt bereits eine ältere, zusammenfassende Arbeit vor ?). 
Die allgemein herrschende Ansicht geht dahin, daß im Mittelalter 
die eheliche Fruchtbarkeit recht groß gewesen ist, daß aber eine 
weit größere Zahl der Geborenen als heute einen frühen Tod fand, 
so daß „oft von einem Dutzend nur einzelne zur Mannbarkeit“ ge- 
langten ?). Man muß demnach in der Lage sein, soweit das vor- 
handene Material darüber Auskunft gibt, eine beträchtliche Zahl 
von Geburten, dagegen nur eine relativ geringe Zahl lebender 
Kinder festzustellen. Das Material für die Geburtenhäufigkeit ist 
fast immer aus den Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern 
gewonnen worden. Allerdings läßt sich daraus nur die absolute 
Zahl der Geborenen feststellen, während fast immer die Möglickeit 
fehlt, sie auf die Volkszahl der betreffenden Zeit zu reduzieren. Man 
muß deshalb zu anderen Hilfsmitteln greifen, z. B. die Zahl der 
Geborenen zur Zahl der Gestorbenen oder der Heiratenden des be- 
treffenden Jahres in ein bestimmtes Verhältnis bringen. Die Re- 
duktionsmöglichkeiten werden um so besser, je mehr wir uns der 
N) J. Wernicke, Das Verhältnis zwischen Geborenen u. Gestorbenen in histor. 
Entwickl., 1896. — Für Frankreich vgl. zu diesen Fragen E. Levasseur, La popu- 
lation francaise, 3 Bde., Paris 1889—01 u. für d. allgem. Zusammenhänge L. Schöne, 
Histoire de la population francaise, Paris 1893. — Für England J. Brownlee, The 
history of the birth and death rates in England and Wales, Taken as a whole from 
1570 to the present time. In „Public Health“, vol. 29, 1916. 
2) Bücher, a. a. O.. 5. 45.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.