Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung“,
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jenes Geschehens aus; jene ersteren aber seine Dominanten —
Reinkes bildlicher Ausdruck trifft hier nämlich in der Sache zul So
erschließt sich uns jenes Geschehen als das stete Gegenspiel der
Dominanten und Determinanten, In dieser Art läßt sich auch der
entscheidende Sachverhalt diskutieren. Z. B. antwortet also der höhere
oder niedere Standort als Determinante dem „Ausblicken-wollen“; die
Hänge des Berges wieder determinieren je nach ihrer steilen oder
sanften, zerklüfteten oder glatten Beschaffenheit das „Aufwärtsdringenwollen“,
mittelbar also das „Sicher-sein-wollen“ der auf der Höhe Befindlichen.
Es ist wohl ohne weiteres klar, daß der Sinn der Bodengestalt,
die uns daraufhin als das Spezifische des „Berges“ gilt, auf
den möglichen Determinationen jenes Geschehens seitens
dieser Bodengestalt beruht 1 Dazu steuert noch Zahlloses bei; z. B. die
Determination des „Gehen-wollens“ — der Berg als Hindernis unseres
Verkehrs; oder die Determination des „Ernten-wollens“—je nachdem
uns der Berg den Weinbau erlaubt, den Körnerbau erschwert, den
Holzwuchs entgegenbringt. Abschließend darf man daher sagen:
Jenes fundamentale „Beziehen auf unsere Interessen“ hat beim geographischen
Denken den sachlichen Gehalt, daß wir das
Raumhafte in seiner determinativen Bedeutung für
unser Handeln würdigen.
Nun stellt sich das Raumhafte je in einer anderen determinativen
Bedeutung dar, je nachdem wir die Wirklichkeit zu der oder
jener Dominante in Relation setzen — und dies macht, in
der entsprechenden Verwicklung des konkreten Falls, unsere „Stellungnahme“
zur Wirklichkeit ausl So quittiert gleichsam jeder das
Raumhafte, das ihm hierbei als „Berg“ erfaßlich wird, wieder anders; der
Flüchtende als das „Bergende“, der Wanderer als das „Hindernde“,
der Erschöpfte als das „Schattende“, usf. Dieser Wechsel determinativer
Würdigung zieht sich tief noch in die Individuation hinein:
wenn z. B. der X-Berg einer anrückenden Truppe speziell im Lichte
des „Beherrschenden“ erscheint. Nun war gerade dort schon zu betonen,
daß eine so einseitige Würdigung dem geographischen Denken
selber fremd sei. Geographisches Denken muß vielmehr
über die Denkweise des Stellungnehmenden irgendwie
hinausliegen. Und besonders in dieser Hinsicht erheischt es eine
sorgsame Läuterung jener schlagwörtlich provisorischen Lösung. Hierin
gipfelt geradezu das Problem der inhaltlichen Voraussetzung aller Idiographie,
sofern die letztere eine wissenschaftliche sein will.
Hüten wir uns aber vor dem Wahne, als ob speziell diese Kernfrage
des Problems — die reinliche Scheidung von der Denkweise