Full text : Wirtschaft als Leben

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Freiheit  vom  Worte'

empirischen  Gebieten  die  Probleme  zuschiebt.  Dort  stößt  die  Forschung ­
  überall  mit  der  Tatsachenwelt  des  Lebens  zusammen;  sie  vermag ­
  also  der  Wirklichkeit  selber  die  Probleme  abzulauschen,  indem
sie  immer  wieder  neue  Tatbestände  richtig  als  Probleme  zu  sehen
trachtet.  Auch  brandet  vom  Sturm  des  Lebens  her  ganz  unmittelbar
das  Gewoge  neuer  Fragen  an  die  Forschung  heran.  Für  alle  diese
Probleme  vom  Rande  steigt  dann  die  Filiation  nicht  abwärts,  sondern
aufwärts;  es  rücken  sich  die  Probleme,  ob  sie  nun  in  der  Empirie
oder  im  Leben  bodenständig  sind,  gegen  die  grundlegenden  Probleme
hin  zurecht,  kernwärts,  bis  zum  einheitlichen  Zusammenstoß  aller  am
Grundproblem  der  Wissenschaft.  Nicht  minder  bei  dieser  rücklaufenden
Bewegung  klären  sich  Zusammenhang,  Inhalt  und  Lösung  der  Probleme.
So  spielt  ein  fortwährendes  Lernen  und  Lehren  hin  und  her.  Lebendigster ­
  Zusammenhang  webt  von  der  Theorie,  als  der  „Forschung  in
Problemen“,  nach  der  Empirie  hin,  als  der  „Forschung  in  Tatsachen“,
und  schlägt  von  dort  belebend  wieder  zurück.  Darüber  erst  vergliedert
sich  die  Wissenschaft,  die  heute  wie  auseinandergebrochen  zu  eitel
Stückwerk  ist,  zu  einem  lebensvollen  Ganzen.
            
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